«Great Expectations» erfüllt keine hohen Erwartungen

Die neuste Verfilmung des Dickens Romans «Great Expectations» enttäuscht. Mike Newells Film scheitert an der Routine.

«Die bewährten Darsteller tun ihre Arbeit und wirken dabei dermassen routiniert, dass man ein Gähnen kaum unterdrücken kann», und dennoch gibt es eine Ausnahme im Film, so Filmexperte Michael Sennhauser.
Bildlegende: «Die bewährten Darsteller tun ihre Arbeit und wirken dabei dermassen routiniert, dass man ein Gähnen kaum unterdrücken kann», und dennoch gibt es eine Ausnahme im Film, so Filmexperte Michael Sennhauser. Pathé Films

Unter all den Romanen des Engländers Charles Dickens ist «Great Expectations» einer der beliebtesten. Ein unbekannter Wohltäter ermöglicht dem Waisenjungen Pip ein Leben als Gentleman in London.

Die Geschichte rührt und bewegt Lerserinnen und Leser seit mehr als 150 Jahren. Mehr als 15 Filmfassungen und etliche Fernsehadaptionen des Stoffes gibt es bereits.

Der Stoff wurde bereits besser verfilmt

Der neuste Film von Mike Newells erfüllt aber die Erwartungen nicht. «Gute Zutaten und stilvolle Aussstattung, eine wunderbare Kamera und routinierte Szenenabfolgen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine Geschichte abgespult wird, die schon lebhafter, gewagter und vor allem beherzter verfilmt wurde», urteilt Filmredaktor Michael Sennhauser.

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Redaktion: Michael Sennhauser