Barock – Zeit der Lust und Sinnesfreuden

  • Mittwoch, 15. Oktober 2014, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 15. Oktober 2014, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 16. Oktober 2014, 6:00 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 16. Oktober 2014, 10:35 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 17. Oktober 2014, 8:25 Uhr, SRF info
    • Freitag, 17. Oktober 2014, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 17. Oktober 2014, 11:25 Uhr, SRF info
    • Freitag, 17. Oktober 2014, 12:30 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 8:40 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 19. Oktober 2014, 15:05 Uhr, SRF info

Die Epoche des Barocks ist eine laute Zeit. Rauschende Feste in prunkvollen Schlössern und Showtime in gestylter Garderobe. Aber Lärm machen auch die Kanonen der Kriege, die von religiösem Fanatismus und Endzeitgefühl widerhallen.

«Kulturplatz» aus dem Château de Prangins bei Nyon über das Lebensgefühl im Barock und die Parallelen im Heute.

Beiträge

  • Lust und Freiheit – im Barock befreit sich Eros aus den Fesseln

    Freier Sex ist eine Erfindung der Hippies – glauben viele. Doch weit gefehlt: Ein englischer Historiker verlegt die erste sexuelle Revolution in die Zeit des Barocks, in die Zeit der Lustgärten und Schäferspiele, wo das Gemälde der braven Madonna mit Kind abgelöst wird durch das der Göttin der Liebe, umringt von kleinen fetten Engeln, die Liebespfeile verschiessen. Der Barock durchlöchert die jahrhundertelange Kontrolle des Sexualverhaltens durch Obrigkeit und Kirche. Zum Vorschein kommt eine Oberschicht, die sich gern mit unkeuschem Lebenswandel brüstet und die Verführung zur Kunst erhebt.

    Sebastian Günther

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  • Lebensgefühl – wo man Barock im Heute findet

    Barock heisst prunkvolle Roben, gefühlsvolle Musik, Sinnlichkeit und Opulenz. Die Epoche ist aber auch geprägt von Krieg, Seuche und Tod. Die Vergänglichkeit sitzt den Menschen im Nacken. Zudem ist die Schere zwischen Arm und Reich riesig. Die Fürsten bauen ihre Macht aus und stellen ihn ungehemmt zur Schau. Die Inszenierung des Ich ist ein barockes Phänomen. Aber auch die heutigen Topmanager mit ihrem Herrschaftsgebaren zeigten barocke Attitüden, sagt der Basler Historiker Axel Gampp. «Kulturplatz» fragt nach dem barocken Stil und dessen Lebenswelt sowie den Parallelen in der Gegenwart.

    Nicole Salathé, Igor Basic

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  • Meisterwerke – im Barock lernen die Roboter laufen

    Im Barock zerfallen Denkverbote, und der Erfindungsgeist des Menschen hebt ab. Die Westschweizer Uhrenfamilie Jaquet-Droz entwirft menschenähnliche Automaten, die musizieren, zeichnen und schreiben können. Über 100 Jahre lang reisen die technischen und künstlerischen Meisterwerke durch ganz Europa und werden an Publikumsschauen zu einem Riesenerfolg. «Kulturplatz» fragt, wie es zu dieser Begeisterung für Androiden im Barock kommt und warum die Menschen damals wie heute der künstliche Mensch mit einer Mischung aus Faszination und Schrecken erfüllt.

    Sebastian Günther, Flavia Kistler

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