Besessen vom Essen – «Kulturplatz» wühlt in der Erde

  • Mittwoch, 29. Juli 2015, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 29. Juli 2015, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 30. Juli 2015, 6:00 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 30. Juli 2015, 8:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 30. Juli 2015, 9:15 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 30. Juli 2015, 10:45 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 30. Juli 2015, 11:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 31. Juli 2015, 8:40 Uhr, SRF info
    • Freitag, 31. Juli 2015, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 31. Juli 2015, 11:00 Uhr, SRF info
    • Freitag, 31. Juli 2015, 12:00 Uhr, SRF info
    • Freitag, 31. Juli 2015, 13:15 Uhr, SRF info
    • Samstag, 1. August 2015, 20:30 Uhr, SRF info

Der dritte Teil der «Kulturplatz»-Sommerserie zum Thema Essen und Ernährung zeigt die Vielfalt an Ideen für den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln. Das Unbehagen an der industriellen Lebensmittelproduktion treibt Künstler und kreative Menschen zum Nachdenken und zu überraschend neuen Lösungen an.

Beiträge

  • Das Element Erde

    Sie ist der Boden unter den Füssen. Die Menschen verehren sie im Bild von Mutter Erde. In der Erde zu wühlen, ist en vogue, gerade bei Städtern. Da ist es angesagt, die Herkunft seiner Nahrung zu kennen, sich die Hände schmutzig zu machen, das eigene Gemüse zu hegen und pflegen. Wer «terroir» isst, will authentisch essen. Erde selbst gilt in der Schweiz noch nicht als Lebensmittel. Dabei wäre ihr Verzehr – professionell aufbereitet – eine Möglichkeit, den Welthunger zu bekämpfen.

    Uta Kenter

  • Kekse aus «Dreck»: Künstlerin Lauren Wildbolz lebt kreativ vegan

    Die vegane Lebensweise ist ein Trend und zugleich ein Reizthema. Eine Flut von Kochbüchern und Produkten beweist, dass der Verzicht auf tierische Produkte ein Thema ist – auch bei vielen, die Veganismus nicht konsequent leben wollen. Künstlerin Lauren Wildbolz ist überzeugte Veganerin. Zunächst eröffnete sie ein Restaurant; mittlerweile geht sie einen Schritt weiter und beschäftigt sich mit Essen aus Erde. «Kulturplatz» begleitete sie bei der Produktion von «Dreckskeksen» – eine Gelegenheit zu erfahren, was es in der Praxis bedeutet, konsequent vegan zu leben.

    Uta Kenter

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  • Erdige Note: Der Sound des «Vienna Vegetable Orchestra»

    Wie klingt eine Rande? Welche Klänge kann man mit Lauch erzeugen? Kann man aus einem Rüebli eine Flöte schnitzen? Man kann. Das Vienna Vegetable Orchestra flötet, geigt und trommelt mit frischer Ware direkt vom Markt. Die herausragenden Musiker zaubern mit wilden Rhythmen und fremden Klängen eine ganz eigene Musikwelt herbei – und servieren nach dem Konzert eine wunderbare Gemüsesuppe.

    Eduard Erne

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  • Rübis und stübis: Wie man radikal alles vom Gemüse verzehrt

    Aus Gewohnheit, mangelndem Wissen, Überfluss oder Angst landen heute grosse Teile vom Gemüse im Abfall – obwohl man diese zu attraktiven Gerichten verarbeiten könnte. Die Journalistin Esther Kern, der Spitzenkoch Pascal Haag und der Fotograf Sylvan Müller wollen dies in ihrem Buchprojekt «Leaf to Root» beweisen. Sie lehnen sich dabei an die «Nose to Tail»-Philosophie an, die mit Genuss wieder alle Teile des geschlachteten Tieres verwertet. Und sie bereiten selbst aus Erbsenschalen noch eine geschmacksintensive Suppe oder zaubern aus Karottengrün einen eisenhaltigen «Smoothie».

    Nicole Salathé

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  • Schöne Spröde packt aus: Die Artischocke, so intim wie noch nie

    In karger mediterraner Erde gedeiht sie am besten: die Artischocke. Das Distelgewächs reizt mit exotischer Schönheit. Diese hat moderne Künstler wie Max Ernst oder Pablo Picasso mit ihrem Wesen betört. Dabei ist sie etwas vom Sperrigsten, was der Gemüsehandel anzubieten hat. Sie will regelrecht erobert werden. Diese Mühe lohnt sich für alle. Wie die schöne Spröde nun bekennt, hat sie ein weiches, zartes Herz.

    Pascal Derungs