Hund und Herrchen – Die Lust an der Dressur

  • Mittwoch, 9. März 2016, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 9. März 2016, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 10. März 2016, 6:06 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 10. März 2016, 10:54 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 11. März 2016, 8:35 Uhr, SRF info
    • Freitag, 11. März 2016, 9:40 Uhr, SRF info
    • Freitag, 11. März 2016, 11:23 Uhr, SRF info
    • Freitag, 11. März 2016, 12:27 Uhr, SRF info
    • Freitag, 11. März 2016, 13:31 Uhr, SRF info
    • Freitag, 11. März 2016, 17:30 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 13. März 2016, 8:40 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 13. März 2016, 15:05 Uhr, SRF info

Der Mensch ist frei geboren, sagte einst Rousseau. Doch was ist davon geblieben? Im Alltag weisen einen Anstupser ständig darauf hin, Gutes für sich selbst zu tun. Dressiert in ein besseres Leben? «Kulturplatz» fragt, was den modernen Menschen 100 Jahre nach Pawlow noch vom Hund unterscheidet.

Beiträge

  • Sind wir nicht alle ein bisschen Pawlow?

    Vor beinahe 100 Jahren manipulierte ein gewisser Iwan Petrowitsch Pawlow einen Hund dahingehend, dass sein Speichel bereits nach Glockenschlag floss, auch wenn es später kein Futter mehr gab – ein Hinweis auf die symbolabhängige Dressierbarkeit von Lebewesen. Und heute? Sind wir Menschen nicht an die Stelle des Hundes getreten? Wie viel Autonomie haben wir heute noch? Auf dem Genfer Automobilsalon erlebt man gerade, dass die Menschen demnächst auch beim Autofahren das Steuer aus der Hand geben. Und sie sind umgeben von Normen, die ihnen den Weg zeigen. Sind wir nicht alle ein bisschen Pawlow?

    Eduard Erne

  • Sanfte Schubser – wie wir gesteuert werden, ohne es zu merken

    Menschen sind von Natur aus faul und nicht immer zugänglich für vernünftige Entscheide, darum muss man sie von Zeit zu Zeit anschubsen: Das ist die Prämisse der zwei Verhaltensökonomen Richard Thaler und Cass Sunstein in ihrem Buch «Nudge» (englisch «Schubs»). Fitness-Apps, geschickt arrangierte Verkaufsgestelle und andere «Nudges» beeinflussen Verhalten und Entscheidungen. Wie können solche «Schubser» reich, gesund und glücklich machen, wie es die Autoren versprechen? Und wo liegt die Grenze zur Manipulation? «Kulturplatz» hat nachgestupst.

    Meili Dschen

    Mehr zum Thema

  • Ballett oder: der dressierte Leib

    «Der dressierte Leib» – so betitelte die Tanzkritikerin und Autorin Dorion Weickmann ihre Doktorarbeit über die Entwicklung des Balletts. In der Formung der Körper und Perfektionierung der Bewegungen im Laufe der Jahrhunderte macht die Berlinerin eine Art Dressur aus. Mit ihr hat «Kulturplatz» in Düsseldorf den Schweizer Choreografen und Ballettdirektor Martin Schläpfer besucht. Die Redaktion hat dem Meister bei seiner Arbeit über die Schulter geschaut und mit ihm über Dressur in der Tanzkunst gesprochen.

    Nicole Salathé

    Mehr zum Thema

  • Im Minimum das Optimum

    «Frühfördern, aufspritzen, therapieren, powernappen, akademisieren ... Und zwar politisch korrekt, glutenfrei und möglichst viersprachig». Anet Corti thematisiert in ihrem neusten Programm die Selbstdressur im Sinne der Optimierung der eigenen Leistung, sei es im Büro, im Sport oder online – überall steigt der Druck, noch besser, schneller und noch fitter zu sein. Wo das hinführt, zeigt die Komikerin im Casinotheater Winterthur dem Publikum mit einer gehörigen Portion Witz

    Stefan Zucker

    Mehr zum Thema

Artikel zum Thema