Schwarzer Protest

  • Mittwoch, 6. April 2016, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 6. April 2016, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 7. April 2016, 6:05 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 7. April 2016, 10:55 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 8. April 2016, 8:35 Uhr, SRF info
    • Freitag, 8. April 2016, 9:45 Uhr, SRF info
    • Freitag, 8. April 2016, 11:35 Uhr, SRF info
    • Freitag, 8. April 2016, 12:45 Uhr, SRF info
    • Freitag, 8. April 2016, 17:30 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 10. April 2016, 8:40 Uhr, SRF info

Wer schwarz ist, macht sich dadurch bereits verdächtig, riskiert sogar, zumindest in den USA, durch eine Polizeikugel zu sterben. Hautfarbe als Handicap – dagegen protestieren Künstler, und darüber unterhalten sich Eva Wannenmacher und Angélique Wälchli, die diesen Kulturplatz gemeinsam moderieren.

Beiträge

  • Schwarze Leben zählen nicht - der Autor Ta-Nehisi Coates klagt an

    Rassismus, schreibt der US-Autor Ta-Nehisi Coates, ist eine existenzielle Bedrohung, auch heute noch - man erinnere sich nur an die Ermordung afroamerikanischer Teenager durch Polizisten in Ferguson. Dieser Rassismus ist der amerikanischen Gesellschaft seit Generationen so tief eingeschrieben, dass auch ein schwarzer Präsident dagegen machtlos ist. In den USA gilt Coates' Buch, das jetzt auf Deutsch erschienen ist, als «Pflichtlektüre für Weisse». «Kulturplatz» stellt den ebenso zornigen wie illusionslosen Autor vor, der den amerikanischen Traum als Albtraum für die Schwarzen entlarvt.

    Stefan Zucker

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  • Hautfarbe als Handicap - der tägliche Kampf des Mohamed Wa Baile

    Er ist ein unbescholtener Akademiker, der in Bern lebt und in Zürich arbeitet und zwei Kinder hat, die er abends aus dem Hort holt. Doch erlebt der dunkelhäutige Mohamed Wa Baile Dinge, die kein Weisser mit dem gleichen Hintergrund erleben würde. Polizeikontrollen auf der Strasse oder im Zug und das latente Misstrauen der Umwelt sind verletzend und demütigend. Gegen dieses Racial Profiling, die Tatsache, dass man aufgrund der Hautfarbe ins Visier der Polizei gerät, setzt er sich wortgewandt - unter anderem mit eigenen Theaterstücken - zur Wehr.

    Richard Herold

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  • Schwarz und stolz - Black Music als politisches Sprachrohr

    Noch vor wenigen Jahren brachte man schwarze Popmusiker vor allem mit Bling-Bling-Goldschmuck und anzüglichen Texten in Verbindung. Seit den Vorfällen in Ferguson aber werden neue junge Stimmen laut, etwa jene von Kendrick Lamar. Lamar proklamiert ein neues schwarzes Selbstbewusstsein, klagt Misstände an und knüpft so an die Tradition der 1960er und 70er-Jahre an. «Kulturplatz» spricht mit dem Musikjournalisten Bänz Friedli über das Wiederaufleben des Protestgedankens in der schwarzen Musik.

    Julia Bendlin

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  • Das Gespenst der Apartheid lebt - Südafrika kommt nicht zur Ruhe

    21 Jahre ist es her, dass die Apartheid in Südafrika offiziell beendet wurde. Seither träumt das Land von einer friedlichen, multikulturellen Zukunft, sieht sich als «Regenbogennation», welche die Rassentrennung überwunden hat. Doch die Realität ist anders: An den alten Machtverhältnissen hat sich kaum etwas geändert. Studierende protestieren momentan heftig gegen den virulenten Rassismus. Doch es gibt auch Zeichen der Annäherung – etwa an der Universität von Bloemfontein. «Kulturplatz» hat hier mit dem weisshäutigen Kunstprofessor Willem Boshoff und dessen dunkelhäutigen Studenten gesprochen.

    Cristina Karrer

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