Tabu Tod, Tabu Töten

  • Mittwoch, 6. Mai 2015, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 6. Mai 2015, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 7. Mai 2015, 6:00 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 7. Mai 2015, 10:35 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 8. Mai 2015, 5:10 Uhr, SRF 1
    • Freitag, 8. Mai 2015, 8:25 Uhr, SRF info
    • Freitag, 8. Mai 2015, 9:30 Uhr, SRF info
    • Freitag, 8. Mai 2015, 11:20 Uhr, SRF info
    • Freitag, 8. Mai 2015, 12:25 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 10. Mai 2015, 8:40 Uhr, SRF info
    • Sonntag, 10. Mai 2015, 15:05 Uhr, SRF info

Der Tod und das Töten schrecken ab und faszinieren zugleich, in Krimis wie in der hässlichen Realität von Krieg und Verbrechen. Wie werden normale Menschen kaltblütige Mörder? Wie sind solche Ereignisse zu verstehen, wie zu verarbeiten? «Kulturplatz» ermittelt rund um die Tabuthemen Tod und Töten.

Beiträge

  • Lachende Mörder – Klaus Theweleits Psychogramm der Tötungslust

    Sie bejubeln das Töten, verspotten ihre Opfer und lachen über die Strafjustiz. Massenmörder wie der norwegische Attentäter Anders Breivik, die posierenden IS-Killer oder die «Charlie Hebdo»-Terroristen erregen weltweit Abscheu - und eine morbide Faszination zugleich. Was macht aus normalen Menschen zynische Mörder? Was verbirgt sich hinter den höhnisch grinsenden Fratzen der selbsternannten «Retter», «Rächer» und «Gotteskrieger»? In seinem neuen Buch «Das Lachen der Täter: Breivik u. a.» sucht der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit nach Erklärungen.

    Eduard Erne

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  • Panischer Todeswunsch – Warum sich Hunderte im Mai 1945 töteten

    Innert weniger Tage im Mai 1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs, brachten sich in der deutschen Kleinstadt Demmin nördlich von Berlin fast tausend Menschen um, darunter viele Frauen, die ihre Kinder mit in den Tod rissen. In panischer Angst vor der Rache der Sowjetarmee, gedemütigt durch brutale Vergewaltigung oder hilflos gefangen in der Nazidoktrin von «Sieg oder Untergang» zogen ganze Familien den Freitod einem Weiterleben in Schande vor. 70 Jahre nach Kriegsende ist die Tragödie noch immer nicht verwunden.

    Brigitte Kleine

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  • Wohlige Todesangst – Warum Krimigeschichten süchtig machen können

    Der Krimi boomt. Millionen schauen Sonntag für Sonntag den «Tatort» und verschlingen jede Neuerscheinung aus dem Bereich der Kriminalliteratur. Blutige Mordgeschichten sind Strassenfeger und dominieren die Bestsellerlisten. Die Criminale im deutschen Büsum gilt als grösster Branchentreff Europas. Hier diskutieren Autoren und Autorinnen über Mordwaffen, Tatmotive und Ermittlungsstrategien. «Kulturplatz» betreibt Spurensicherung und fahndet nach der Faszination für das blutrünstige Treiben.

    Nino Gadient

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  • Post mortem – Fotografieren gegen die menschliche Vergänglichkeit

    Was kommt nach dem Tod? Diese Frage kann die Lausanner Fotografin Virginie Rebetez zwar nicht beantworten. In ihrer Arbeit hält sie aber das fest, was von Verstorbenen für die Nachwelt übrigbleibt: Grabsteine, Kleider, stille Wohnungen oder – bei Gewaltverbrechen – Tatorte. Und nicht selten inszeniert sich die 36-Jährige gleich selber an solchen Schauplätzen, wie um die menschliche Vergänglichkeit zu bannen, um sich gegen das unvermeidliche Verschwinden und Vergessen zu stemmen.

    Igor Basic

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