Bonnie & Clyde - Kultur mit viel scharf!

Die erste Zeitschrift, die Hochkultur, Unterhaltung, Liebe und Sex vereint. Ein literaturtheoretischer Essay neben dem Selbstversuch eines meditativen Orgasmus abdrucken? Kann man machen. Kultur mit viel scharf eben!

Nora Zukker
Bildlegende: Nora Zukker SRF 3

Benjamin Bögli lancierte Mitte September die neue Zeitschrift Bonnie & Clyde Kultur mit viel scharf! Bonnie & Clyde Kultur mit viel scharf! ist die erste Zeitschrift in der Deutschschweiz, die Hochkultur, Unterhaltung, Liebe und Sex auf hoffentlich intelligente Weise vereint. Sie bringt damit mehr Vielfalt in die Kulturberichterstattung. Benjamin Bögli hat nie verstanden, weshalb das Feuilleton Berührungsängste mit Entertainment-Themen hat und die Unterhaltung vor der Hochkultur die Nase rümpft. Denn: Ob Yoga, Don Quijote oder Taylor Swift das kulturell Interessante, Faszinierende ist überall auszumachen, man muss es nur sehen wollen. Die Idee, dieses Vakuum zu füllen, ohne eine gewisse Breitenwirksamkeit zu vernachlässigen, hat den Herausgeber nicht mehr losgelassen. So entstand Bonnie & Clyde Kultur mit viel scharf.

Im Heft geht es darum, ein breites, kulturaffines Publikum anzusprechen. Ganz wichtig für Bonnie & Clyde ist, dass die Themen aus einer besonderen, überraschenden, provokativen oder humorvollen Sicht behandelt werden. Nur so wird sich die Zeitschrift behaupten können. Auch ist Bonnie & Clyde keiner Szene verpflichtet. In der ersten Nummer erfährt man zum Beispiel, wo die gefeierten TV-Serien an ihre Grenzen stossen und wo ihnen der Kinofilm überlegen ist, weshalb Frauen so gerne Yoga machen und Männer es nicht tun sollten, wann man in der Oper «Brava» und nicht «Bravo» rufen soll, wie der Schweizer Kunstmarkt funktioniert oder, ob es so etwas wie einen meditativen Orgasmus gibt. Diese Spannbreite bedeutet für Benjamin Bögli als Herausgeber Kultur mit viel scharf.

Die bisherige Resonanz ist sehr gut. Aber es handelt sich bei der aktuellen Ausgabe um ein Testheft. Ein Pop-up Magagzin. Jetzt seid ihr gefragt. Ihr als Leser bestimmt mit eurem Feedback darüber, ob künftig 10 mal pro Jahr eine Ausgabe erscheinen wird. Wer von euch also Bonnie & Clyde auch in Zukunft lesen will, soll an der Online-Umfrage auf www.bonnie-and-clyde.com teilnehmen.



Autor/in: Nora Zukker