Der Darm: Wunder oder Wääääk?

Eigentlich kennen wir unsere Organe. Bis auf eines, über das wir nicht reden, weil es doch irgendwie ... nun ja ... dreckig ist. Der Darm. Giulia Enders hat ein Buch über ihn geschrieben, das die Bestsellerliste gestürmt hat.

Richtig gehockt, richtig gek...
Bildlegende: Richtig gehockt, richtig gek... SRF 3/Stephan Lütolf

Sie erzählt in charmantem Plauderton und gut verständlich, was in unserem Körper passiert - und zwar von dem Zeitpunkt an, in dem wir eine Leckerei erblicken (Verdauung fängt bei den Augen an) bis wir auf dem WC sitzen. Dieses "auf dem WC sitzen" können wir übrigens optimieren - wie der eine der drei Tipps, die man dem Buch entnehmen kann, belegt:

Tipp 1: Richtig hocken 

Kurz gesagt: Wenn wir aufrecht stehen oder sitzen, öffnet sich die "Luke" nicht richtig, wie die Autorin schreibt. Das liegt an einem Muskel, der unseren Darm wie ein Lasso umschlingt. Insofern müssen wir einfach in die Hocke. Das können wir auf jedem Klo: Schemmel unter die Füsse schieben und den Oberkörper nach vorne beugen.

Tipp 2: Richtig essen 

Wir haben viele gute Darmbakterien, die wir gezielt füttern und stärken können und zwar mit Präbiotika. Das sind Lebensmittelbestandteile, die man unter anderem in Artischocken, Spargeln, Chicorée oder Zwiebeln findet. So bleibt der Darm gesund, unser Immunsystem wird gestärkt und das könnte sogar heissen: Bye bye Erkältungen!

Tipp 3: Richtig putzen

Übertriebenes Desinfizieren können wir uns im Privathaushalt eigentlich sparen, viel wichtiger ist Trockenheit. Auf trockenen Flächen können sich Bakterien nicht vermehren. Also: Putzlappen und Küchentüechli auswringen und trocknen lassen, bevor man sie wieder braucht. Denn wenn man einen feuchten Lappen noch einmal verwendet, verteilt man die Bakterien überall.

Gönnt euch dieses Buch zur Lektüre und für eure Gesundheit.

Giulia Enders: Darm mit Charme
Ullstein Verlag, 285 Seiten
ISBN: 978-3-550-08041-8

Autor/in: Tanja Kummer