«Der kleine Grenzverkehr» von Erich Kästner 4/5

Georg pendelt jeden Tag von Bad Reichenhall nach Salzburg, um die Festspiele und seine neue Freundin zu geniessen. Doch Konstanze ist nicht das arme Stubenmädchen als das sie sich ausgibt. Und bald findet sich Georg in seiner ganz eigenen Salzburger Komödie wieder.

Schwarz-Weiss-Aufnahme aus den 50er-Jahren: Publikum sitzt bei einem Festspiel in einer Freilufttribüne.
Bildlegende: Salzburg 1937: Georgs neue Freundin ist nur scheinbar mittellos. Imago

Erich Kästner (1899 -1974) war auf dem Höhepunkt seiner literarischen Produktivität als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen. 1933 musste er mitansehen, wie man seine Bücher verbrannte und er aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen wurde. Trotzdem emigrierte er nicht, sondern blieb in Deutschland wo er allerdings zumeist nur unter Pseudonym weiterschrieb. Auf die Frage, warum er nicht wie so viele Kollegen ins Ausland ging, antwortete Kästner:

«Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen.
Mich lässt die Heimat nicht fort.
Ich bin wie ein Baum, der in Deutschland gewachsen
wenns sein muss, in Deutschland verdorrt.»

Sprecher: Klaus Knuth - Produktion: SRF 1981 - Dauer: 28

Redaktion: Susanne Heising