«Der Waschküchenschlüssel» von Hugo Loetscher 1/5

Hugo Loetscher (1929-2009) liest eine Auswahl seiner Glossen, die vor 30 Jahren erstmals erschienen sind. Darin machte sich der weitgereiste Zürcher Schriftsteller pointierte Gedanken über die heimatlich-helvetischen Zustände über den «Sonderfall Schweiz», wie er immer noch gern proklamiert wird.

Hugo Loetscher 1994 in seiner Wohnung in Zürich.
Bildlegende: Hugo Loetscher 1994 in seiner Wohnung in Zürich. Keystone

Hugo Loetschers Beobachtungen über die helvetischen Eigenarten lassen auch heute noch aufhorchen. Auch wenn sich das Land im Zug der Globalisierung in vielerlei Hinsicht verändert hat: wesentliche Züge sind gleich geblieben oder haben sich in der Drucksituation sogar noch stärker ausgeprägt. Hugo Loetscher greift sie auf und macht sie kenntlich. Ausgehend von alltäglichen Situationen setzt er zum gedanklichen Fabulieren an, um so aus der Anekdote Charakteristisches abzuleiten Augenzwinkern inbegriffen.

Es liest: Hugo Loetscher - Produktion: SRF 1988 - Dauer: 20‘

Die Stücke:
«Der Waschküchenschlüssel» - über die Hausordnung als Instrument der (Zwangs-)Integration

«Niene geits so schön u luschtig» - woanders ist es scheints immer noch schöner

«Helvetische Flurbereinigung» - die Vision von einem Gärtli ohne fremde Fötzel

Redaktion: Reto Ott