«Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» von Rainer Maria Rilke 3/9

Ein grossartiger Vorleser interpretiert die Prosa eines grossen Lyrikers: Gert Westphal liest den einzigen Roman von Rainer Maria Rilke. Der vielschichtige Text von 1910 markiert den Durchbruch zur literarischen Moderne. Seine bildstarke Sprache ist eine Herausforderung für den Leser und die Hörer.

Riesige Bücherwand als Eingang zum Rilke Festival in Sierre (Schweiz), 2000
Bildlegende: Diese riesige Bücherwand diente als Eingang während des «Rilke Festivals» in Siders, 2000 keystone

Malte lässt sich durch die geschäftigen Strassen von St. Germain treiben. Trifft einen Stolperer und einen Vogelfütterer. Und er stösst auf zwei Masken. Die eine zeigt das Gesicht einer jungen Unbekannten, die in der Seine ertrunken ist; die andere den taub gewordenen Komponisten Beethoven. Dann schreibt Malte eine Erzählung seiner Mutter auf: wie Ingeborg nach ihrer Beisetzung noch einmal wiederkam und wie ihr Hund sie sogleich erkannte. Und er erzählt, wie ihm selbst als Kind eine Geisterhand erschien.

Sprecher: Gert Westphal - Produktion: SRF 1973 Dauer: 37‘

Redaktion: Reto Ott