«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 5/9

Ein kleiner Raum voll Kerzen - mitten in der Wüste. Nach dem Besuch des jüdischen Viertels findet sich Canetti auf dem nur von Bettlern bevölkerten jüdischen Friedhof wieder. Und erlebt - genau wie in anderen Teilen Marrakeschs - berührende Momente zwischen Verzückung und ängstlicher Faszination.

Eine Fotografie eines Mannes liegt neben einem aufgeschlagenen Buch.
Bildlegende: In «Die Stimmen von Marrakesch» beschreibt Elias Canetti seine Reise nach Marokko. Keystone/Steffen Schmidt

Der berühmt gewordene Reisebericht «Die Stimmen von Marrakesch» ist das aufschlussreichste Buch über die marokkanische Stadt und das orientalische Leben. Erst 15 Jahre nach seiner Rückkehr aus Marrakesch, also 1969, hat der Nobelpreisträger seine Erinnerungen und Reiseskizzen zu literarischen Miniaturen des Orients verarbeitet.

Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem „Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».

Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 27‘

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir diese Lesung nur bis Ende April 2016 auf unserer Internetseite zum Nachhören und Download zur Verfügung stellen.

Redaktion: Susanne Janson