«Die Stimmen von Marrakesch» von Elias Canetti 8/9

Als Fremder in der orientalischen Märchenstadt, ist Elias Canetti sehr oft auf Einheimische angewiesen, die ihm die Welt um ihn herum erklären. Auch in das Nachtleben von Marrakesch taucht er nur mittels Erzählungen ein. Die einzige Lust, die er selbst wahrnimmt - ist die Lust eines Tieres.

Eine Fotografie eines Mannes liegt neben einem aufgeschlagenen Buch.
Bildlegende: In «Die Stimmen von Marrakesch» beschreibt Elias Canetti seine Reise nach Marokko. Keystone/Steffen Schmidt

Canettis «Stimmen von Marrakesch» sind nicht so sehr Reisebericht als vielmehr literarische Miniaturen, in denen er sich die unzähligen Eindrücke von der Seele schrieb, die seine Reise nach Marokko 1954 in ihm hinterlassen hatte.

Der Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994) emigrierte 1938 nach dem "Anschluss Österreichs an Nazideutschland nach London, wo er einige Jahrzehnte blieb, bevor er sich für die letzten Jahre seines Lebens in der Schweiz niederliess. Canettis Werk fand erst spät Beachtung; 1981 erhielt er den Nobelpreis für Literatur für seinen Roman «Die Blendung».

Sprecher: Enrico Baccalà - Produktion: SRF 1984 - Dauer: 25‘

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir diese Lesung nur bis Ende April 2016 auf unserer Internetseite zum Nachhören und Download zur Verfügung stellen.

Redaktion: Susanne Janson