«Romeo und Julia auf dem Dorfe» von Gottfried Keller 3/6

«Romeo und Julia auf dem Dorfe» ist die bekannteste Erzählung aus dem Novellenzyklus «Die Leute von Seldwyla». Keller verlegt den Schauplatz der berühmten Liebesgeschichte in seine Gegenwart und in ein Dorf seiner Heimat.

Symbolbild zu Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe.
Bildlegende: Gottfried Keller versetzt die Romeo und Julia-Geschichte aufs Land. Imago

Sali und Vrenchen treffen sich heimlich an jenen Äckern, die ihre Väter einst pflügten. Plötzlich steht der schwarze Geiger vor ihnen. Er erzählt vom Unrecht, das ihre Väter begangen haben und droht mit Vergeltung. Aber kaum ist der Mann seines Weges gegangen, muss Vrenchen über sein groteskes Aussehen lachen. Die beiden Verliebten legen sich ins hohe Korn, tauschen Küsse, hören den Lerchen zu und führen verliebte Gespräche. Vrenchen windet sich einen Kranz aus Mohnblumen und setzt ihn auf. Da überrascht Marti das junge Paar. Rasend vor Wut haut er auf Vrenchen ein, bis ihn Sali mit einem Stein erschlägt.

Sprecher: Gert Westphal - Produktion: SRF 1994 - Dauer 32

Redaktion: Johannes Mayr