«Romeo und Julia auf dem Dorfe» von Gottfried Keller 5/6

Keller erzählt, wie aus kleinen, nebenbei begangenen Vergehen Schuld entsteht. Und wie diese Schuld Menschen so sehr gegeneinander aufbringt, dass sie bereit sind, in unversöhnlicher Feindschaft sich ihre Familien zugrunde zu richten.

Symbolbild zu Gottfried Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe.
Bildlegende: Ausserhalb der bürgerlichen Konventionen: das «Paradiesgärtlein». Flickr/ Falk Lademann

Sali und Vrenchen kommen in ein Dorf, wo sie für rechtsame junge Leute gehalten werden. Als aber am Abend, auf einem Kirchweihfest, einige Seldwyler sie erkennen, fliehen sie in einen heruntergekommenen Landsitz mit dem Namen «Paradiesgärtlein». Dort feiert eine seltsame Gesellschaft ein Fest. Auf diesem Fest spielt auch der schwarze Geiger wieder auf, der den beiden Liebenden rät, ihr Leben ausserhalb der bürgerlichen Konventionen zu führen. Sali und Vrenchen tanzen bis spät in die Nacht, sich und die Welt vergessend.

Sprecher: Gert Westphal - Produktion: SRF 1994 - Dauer 29‘

Redaktion: Johannes Mayr