«Schweizerspiegel» Lesung in Auszügen von Meinrad Inglin 4/8

Die Schweiz um 1914 aus der Perspektive der Familie Ammann in Zürich: Davon erzählt der Roman «Schweizerspiegel» von Meinrad Inglin, herausgekommen 1938. Vater Ammann, Nationalrat der liberalen Partei, versucht, den liberalen Geist hochzuhalten. Doch seine Söhne streben in andere Richtungen.

Illustration, die die Ermordung von Franz Ferdinand darstellt.
Bildlegende: Plötzlich kam die Nachricht: Franz Ferdinand wurde ermordet! Wikimedia

Fred, der Jüngste, interessiert sich kaum für Politik. Der Älteste, Severin, sympathisiert mit den Konservativen, Paul mit den Sozialdemokraten. Tochter Gertrud entfremdet sich von ihrem Mann und Berufsoffizier Hartmann und zeigt offene Zuneigung zum jungen Schöngeist Albin, einem Freund von Paul. Mit Onkel Junod kommen auch die Differenzen zwischen Deutschschweiz und Welschland zur Sprache. Auch das von Mutter Barbara zusammengerufene musizierende Hausquartett vermag die familiären Differenzen nicht mehr zu verdecken. Mitten in ein solches Hauskonzert platzt dann die Meldung von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajevo.

Sprecher: Hanspeter Müller-Drossaart
Produktion: SRF 2014
Dauer: 33'

Redaktion: Geri Dillier