Das Jubiläum: Der Literaturclub im Oktober

  • Dienstag, 27. Oktober 2015, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 27. Oktober 2015, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 28. Oktober 2015, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 28. Oktober 2015, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 29. Oktober 2015, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 29. Oktober 2015, 12:40 Uhr, SRF info
    • Samstag, 31. Oktober 2015, 14:05 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und Daniel Cohn-Bendit diskutieren im Oktober über Verena Lueken: «Alles zählt», Richard Ford: «Frank», Martin Amis: «Interessengebiet» und über Max Frisch: «Ignoranz als Staatsschutz?».

Der Literaturclub wird 25 und diskutiert aus diesem Anlass mit Gastkritiker Daniel Cohn-Bendit die wichtigen Bücher im Oktober:

Verena Lueken erzählt die Geschichte einer Krebserkrankung in New York, eine Geschichte von Leben und Überleben. Frank Bascombe ist wieder da, der Held des Alltags in den USA, und mit ihm die jüngere nordamerikanische Gegenwart, im neuen Roman von Richard Ford. In «Interessengebiet» durchsetzt der Engländer Martin Amis das Thema des Holocaust mit satirischen Elementen.

Und: Max Frisch liest seine Staatsschutz-Akte und macht daraus eine Collage mit Kommentaren, sein letztes Werk.

Die Bücher der Sendung sind:

  • «Alles zählt» von Verena Lueken (Kiepenheuer & Witsch)
  • «Frank» von Richard Ford (Hanser Berlin))
  • «Interessengebiet» von Martin Amis (Kein & Aber)
  • «Ignoranz als Staatsschutz?» von Max Frisch (Suhrkamp)

Beiträge

  • «Frank» von Richard Ford (Hanser Berlin)

    Er war schon Sportreporter und Immobilienmakler. Jetzt ist Frank Bascombe wieder da, der legendäre Alltagsheld der US-Literatur. Der Hurrikan Sandy hat seine Umgebung in New Jersey ruiniert, aber Frank macht weiter. Jetzt ist er Rentner, ein mürrischer Melancholiker, der über die Dinge des Lebens räsoniert und Menschen seiner Vergangenheit begegnet. Ein Roman aus vier Novellen, der diskret immer auch die Lage des Landes erfasst.

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  • «Alles zählt» von Verena Lueken (Kiepenheuer & Witsch)

    Eine Frau jenseits der Vierzig blickt zurück. In einem heissen Sommer in Harlem hat sie die Diagnose bekommen: Lungenkrebs, wieder einmal. Die Krankheit ist zurückgekehrt und die Frau erinnert sich, an ihr Leben, ihre Familie, an Musik, Filme und Bücher. Was als eine geplante Auszeit gedacht war, wird ein Kampf um das Weiterleben.

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  • «Interessengebiet» von Martin Amis (Kein & Aber)

    «Wer bist du? Du weisst es nicht. Dann kommst du ins Interessengebiet, und das sagt dir, wer du bist.» Das Interessengebiet liegt in Polen. Es ist das Vernichtungslager Auschwitz. An diesen Ort, der nicht genannt wird, verlegt der britische Schriftsteller Martin Amis sein Szenario der Täter. Eine Groteske, die von der Beziehung zwischen Golo Thomsen und Hannah Doll handelt, dem SS-Offizier und der Frau des Lager-Kommandanten.

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  • «Ignoranz als Staatsschutz?» von Max Frisch (Suhrkamp)

    Vor fünfundzwanzig Jahren erschütterte die Fichen-Affäre die Schweiz. Fast eine Million Einwohner waren während des Kalten Krieges vom schweizerischen Staatsschutz observiert worden. Als Max Frisch die Akte seiner Überwachung liest, kommentiert er sie auch. Entstanden ist eine Collage gegen den Überwachungsstaat, sein Blick in den Zerrspiegel der eigenen Identität. Es ist sein letztes Werk.

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Katharsis» von Luz, S. Fischer (Daniel Cohn-Bendit) / «Der Gipfeldieb» von Radek Knapp, Piper (Elke Heidenreich) / «Der letzte Playboy», Steidl Verlag (Philipp Tingler) / «Postskriptum» von Alain Claude Sulzer, Galiani Verlag (Nicola Steiner)

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