Das Ministerium des äussersten Glücks: Literaturclub im September

  • Dienstag, 5. September 2017, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 5. September 2017, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 6. September 2017, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 7. September 2017, 3:55 Uhr, SRF 1

Nicola Steiner, Martin Ebel, Rüdiger Safranski und – als Gast – die Filmemacherin Stina Werenfels diskutieren über Colson Whitehead: «Underground Railroad», Arundhati Roy: «Das Ministerium des äussersten Glücks», Simon Strauss: «Sieben Nächte» und Mariana Leky: «Was man von hier aus sehen kann».

Der New Yorker Autor Colson Whitehead hat mit «Underground Railroad» einen fantastischen Roman über Sklaverei und Rassismus geschrieben – und den Pulitzer-Preis erhalten. Zwanzig Jahre nach «Der Gott der kleinen Dinge» legt die indische Schriftstellerin und Aktivistin Arundhati Roy ihren langerwarteten zweiten Roman vor: «Das Ministerium des äussersten Glücks». Der 28- jährige Simon Strauss beklagt in seinem literarischen Debut «Sieben Nächte» die Saturiertheit seiner Generation. Und Mariana Leky hat mit ihrer Dorfgeschichte «Was man von hier aus sehen kann» einen Bestseller gelandet.

Die Bücher der Sendung sind:

  • «Underground Railroad» von Colson Whitehead (Hanser)
  • «Das Ministerium des äussersten Glücks» von Arundhati Roy (S. Fischer)
  • «Sieben Nächte» von Simon Strauss (Aufbau)
  • «Was man von hier aus sehen kann» von Mariana Leky (DuMont)

Gast der Sendung ist die Schweizer Filmregisseurin Stina Werenfels

Beiträge

  • «Underground Railroad» von Colson Whitehead (Hanser)

    Colson Whitehead hat mit diesem Buch einen Nerv getroffen. In seinem fantastischen Roman über Sklaverei und Rassismus erzählt er die Befreiungsgeschichte des Mädchens Cora. Aus der «Underground Railroad», einem Helfernetzwerk, das Sklaven in den USA zur Flucht in den Norden verhalf, wird eine wirkliche Eisenbahn. Für seine Allegorie auf das Leben von Schwarzen in den USA hat der New Yorker Schriftsteller den Pulitzerpreis und den National Book Award bekommen. Lässt sich der aktuelle Rassismus in den USA durch dieses Buch besser verstehen?

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  • «Das Ministerium des äussersten Glücks» von A. Roy (S. Fischer)

    Vor 20 Jahren wurde die indische Schriftstellerin Arundhati Roy mit «Der Gott der kleinen Dinge» zum Liebling des internationalen Publikums. Nun hat sie ihren zweiten Roman geschrieben. Eine tragende Figur darin ist Anjun, eine Hijra - ein Wesen zwischen den Geschlechtern. Diese errichtet auf einem Friedhof mitten in Delhi ein Gästehaus als Gegengesellschaft. Arundhati Roy, die kritische Aktivistin, will alles erzählen, was in Indien schiefläuft. Kann die Autorin all das in gewohnt sinnlicher Sprache zusammenführen? 0der hat sie damit ihren lang erwarteten Roman überstrapaziert?

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  • «Sieben Nächte» von Simon Strauss (Blumenbar)

    «Dieses Buch schreibe ich aus Angst». So beginnt das literarische Debut von Simon Strauss. Es geht um die Angst, erwachsen zu werden, sich entscheiden zu müssen. Strauss, Sohn des Dramatikers Botho Strauss, schreibt gegen die Saturiertheit seiner Generation an. Es ist die Generation der um die 30-jährigen, denen Mut zum Widerstand, zur Haltung, zur Utopie fehle. Der Text will auch Manifest sein. Struktur gibt ihm die Idee der sieben Todsünden, denen der Erzähler in «Sieben Nächten» begegnet. Gelingt es Strauss damit, den Roman einer Generation zu schreiben?

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  • «Was man von hier aus sehen kann» von Mariana Leky (DuMont)

    Mit einem Provinzroman hat die deutsche Schriftstellerin Mariana Leky innerhalb kürzester Zeit die Bestseller-Listen erreicht. Im Mittelpunkt steht ein Dorf, beseelt von schrulligen Bewohnern, die immer füreinander da sind. Wenn jemand sterben wird, träumt Grossmutter Selma stets von einem Okapi, diesem wundersamen Tier. Realität und Übersinnliches gehen bei Mariana Leky Hand in Hand. Sie beschreibt den Dorfkosmos in aussergewöhnlicher Sprache und vielen überraschenden Wendungen. Auch ein Liebesroman ist Lekys Buch. Ohne Kitsch und Sentimentalität? Darüber debattiert der «Literaturclub».

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Die Nacht des Baobab» von Ken Bugul, Unionsverlag (Martin Ebel) «Heimatlos. Bekenntnisse eines Konservativen» von Ulrich Greiner, Rowohlt (Rüdiger Safranski) «Unter Weissen» von Mohamed Amjahid, Hanser Berlin (Stina Werenfels) «Die Poesie der Hörigkeit» von Lea Singer, Hoffmann & Campe (Nicola Steiner)

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