Dutli, Wolf, Bulgakow und Vollmann

  • Dienstag, 21. Mai 2013, 22:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 21. Mai 2013, 22:20 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 22. Mai 2013, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 22. Mai 2013, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 23. Mai 2013, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 23. Mai 2013, 12:45 Uhr, SRF info
    • Samstag, 25. Mai 2013, 14:05 Uhr, SRF 1

Stefan Zweifel, Elke Heidenreich, Hildegard Keller und Rüdiger Safranski diskutieren im Mai über Ralph Dutli: «Soutines letzte Fahrt», Christa Wolf: «Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert», Michail Bulgakow: «Das hündische Herz» und über William T. Vollmann: «Europe Central».

Der Literaturclub diskutiert die wichtigen Bücher im Mai: Eine «Doku-Fiction» über den Maler Chaim Soutine von Ralph Dutli. Das Tagebuch von Christa Wolf, die zehn Jahre lang jeden 27. September des Jahres in einer persönlichen Chronik festgehalten hat.

Die Neuübersetzung eines Meisterwerks der russischen Literatur über die tierisch-waghalsige Erschaffung des neuen Menschen. Und ein historischer Roman über das Überleben berühmter Deutscher und Russen unter Hitler und Stalin.

Literaturclub Webvideo zu Wagner

Im aktuellen Webvideo vom Literaturclub Plus dreht sich alles um Wagner: Elke Heidenreich, die regelmässig nach Bayreuth fährt, fasst den Ring des Nibelungen in fünf Sätzen zusammen, Hildegard Keller vergleicht Wagner – wie unerhört! – mit Walt Disney und Rüdiger Safranski meint: «Wagner ist wie Pink Floyd im 19. Jahrhundert.» (Video)

Beiträge

  • «Soutines letzte Fahrt» von Ralph Dutli

    Der todkranke Künstler Chaim Soutine ist im Jahr 1943 unterwegs in das von den Nazis besetzte Paris – und blickt im Delirium zurück auf sein Leben. Entstanden ist das Bild eines Malers, der als Jude verfolgt wurde und der dafür berüchtigt war, seine eigenen Bilder zu verbrennen oder mit dem Messer aufzuschlitzen. Der erste Roman des Schweizer Lyrikers und Übersetzers Ralph Dutli.

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  • «Europe Central» von William T. Vollmann

    Mitteleuropa ist der Ausgangspunkt von William T. Vollmanns Epos über den Zweiten Weltkrieg. 37 Geschichten über das Leben von bekannten und unbekannten Zeitgenossen Hitlers und Stalins, von Künstlern wie Käthe Kollwitz oder Dmitri Schostakowitsch und Militärs wie General Andrej Wlassow oder Paulus, den Verlierer von Stalingrad. Ein literarischer Versuch zu begreifen, was geschah.

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  • «Das hündische Herz» von Michail Bulgakow

    Ein russischer Chirurg pflanzt einem Strassenköter die Hirnanhangsdrüse und die Hoden eines Kleinkriminellen ein – und erschafft somit einen «neuen Menschen». Doch schon bald entwickelt sich die Kreatur zu einem gewissen- und verantwortungslosen Geschöpf. Erst die gewaltsame Rückoperation setzt der Gefahr ein Ende. 1925 schrieb Michail Bulgakow sein Meisterwerk, 1968 erschien es erstmals – fern der Heimat in Deutschland. Nun liegt es in neuer Übersetzung vor.

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  • «Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert 2001–2011» von Christa Wolf

    Was geschah am 27. September? Bei Christa Wolf wissen wir es, denn sie hat jährlich – seit 1960 – den 27. September in ihrem Tagebuch festgehalten. Nun ist der Fortsetzungsband erschienen, der die Jahre 2001 bis 2011, ihrem Todesjahr, versammelt. Entstanden ist eine Chronik des Entschwindens. Eine literarische Figur des 20. Jahrhunderts, die das Verlöschen ihres Lebens zu Beginn des neuen Jahrhunderts festhält und bis zuletzt politisch bleibt.

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Fred und Franz» von Arno Camenisch, Edition Engeler (Stefan Zweifel) / «Von dieser Liebe darf keiner wissen» von Erwin Koch, Nagel & Kimche (Elke Heidenreich) / «Gesammelte Erzählungen» von Urs Widmer, Diogenes (Rüdiger Safranski) / «Bestseller» von Isabelle Flükiger, Rotpunkt (Hildegard Keller)