Erwachen im 21. Jahrhundert: Der Literaturclub im Oktober

  • Dienstag, 9. Oktober 2018, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 9. Oktober 2018, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 10. Oktober 2018, 2:20 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 10. Oktober 2018, 11:00 Uhr, SRF info
    • Mittwoch, 10. Oktober 2018, 16:40 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 11. Oktober 2018, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 11. Oktober 2018, 9:50 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 11. Oktober 2018, 12:00 Uhr, SRF info
    • Freitag, 12. Oktober 2018, 9:55 Uhr, SRF info
    • Samstag, 13. Oktober 2018, 13:55 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und Gesellschaftskritiker Jean Ziegler diskutieren über «Kriegslicht» von Michael Ondaatje, «21 Lektionen für das 21. Jahrhundert» von Yuval Noah Harari, «Erwachen im 21. Jahrhundert» von Jürg Halter und «Lempi – das heisst Liebe» von Minna Rytisalo.

Michael Ondaatje schreibt 25 Jahre nach «Der englische Patient» in «Kriegslicht» über zwei Kinder, die von ihren Eltern im Nachkriegs-London zurückgelassen werden. Der Historiker Yuval Harari ist in wenigen Jahren zum populären Weltendeuter aufgestiegen. Nun erteilt er in seinem neuen Buch «21 Lektionen für das 21. Jahrhundert». Der Schweizer Autor und Musiker Jürg Halter alias Kutti MC hat mit «Erwachen im 21. Jahrhundert» seinen ersten Roman veröffentlicht. Und die finnische Autorin und Bloggerin Minna Rytisalo kann nun mit ihrem preisgekrönten Erstlingsroman auf deutsch entdeckt werden.

Gast der Sendung ist der Publizist und Gesellschaftskritiker Jean Ziegler.

Beiträge

  • «Kriegslicht» von Michael Ondaatje (Hanser)

    Berühmt geworden ist der kanadische Schriftsteller Michael Ondaatje mit seinem Roman «Der englische Patient». Erst kürzlich erhielt er dafür den goldenen «Man Booker Prize» - als bestes Buch der vergangenen 50 Jahre. Auch sein neuestes Buch «Kriegslicht» ist wieder ein historischer Roman. Er schildert eine Jugend im Ausnahmezustand: Nach Ende des zweiten Weltkriegs werden zwei Jugendliche von ihren Eltern in London verlassen und in die Hände zwielichtiger Männer gegeben. Zwischen Adoleszenzgeschichte und Spionageroman erforscht Ondaatje die Atmosphäre im London der Nachkriegszeit.

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  • «21 Lektionen für das 21. Jahrhundert» von Y. Harari (C.H.Beck)

    Der israelische Star-Historiker Yuval Noah Harari ist ein Wissenschaftler, dem derzeit die ganze Welt an den Lippen zu hängen scheint. Die deutsche Bundeskanzlerin bittet ihn um seine Einschätzung, und Millionen von Lesern erhoffen sich von seinen Büchern Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. In seinem aktuellen Buch erteilt er «21 Lektionen für das 21. Jahrhundert». Darin gibt er auch Ratschläge dafür, wie man sich angesichts der Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und der Biotechnologie für die Zukunft wappnen könnte.

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  • «Erwachen im 21. Jahrhundert» von Jürg Halter (Zytglogge)

    Der Berner Jürg Halter, bekannt auch als «Kutti MC», ist Lyriker, Performance-Künstler, Spoken-Word-Pionier und Rapper. Nun hat er seinen ersten Roman vorgelegt: «Erwachen im 21. Jahrhundert». Darin erzählt er die Geschichte von Kaspar, der allein eine Nacht im Fieberwahn verbringt und über den Zustand der Welt sinniert. Mit Halter meldet sich ein politischer Autor zu Wort, der die Menschheit als das «erfolgreichst gescheiterte Projekt aller Zeiten» umreisst: Kapitalismus, Überwachungsstaat, Massentierhaltung und Digitalisierung sind nur einige Themen, an denen sich sein Held abarbeitet.

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  • «Lempi – das heisst Liebe» von Minna Rytisalo (Hanser)

    Sie ist anwesend und abwesend zugleich, die Hauptfigur im ersten Roman der Finnin Minna Rytisalo. Es ist die Geschichte einer jungen Frau mit dem Namen Lempi – der auf finnisch «Liebe» bedeutet. Die Tochter des Ladenbesitzers aus einer kleinen Stadt in Lappland heiratet einen Bauernsohn vom Lande. Nach einem glücklichen Sommer zieht der Mann 1943 in den Krieg. Als er zurückkehrt, ist die Stadt zerstört und Lempi verschwunden. Lempi selbst kommt nicht zu Wort, der Roman blickt aus der Perspektive dreier Figuren auf sie. So treibt Rytisalo ein raffiniertes Spiel mit der Unsicherheit der Leser.

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Mutterland» von Paul Theroux, Hoffmann und Campe (Elke Heidenreich) / «Joseph und seine Brüder» von Thomas Mann, S. Fischer (Philipp Tingler) / «Selten nur. Die Gedichte» von Peter Fahr, Münsterverlag (Jean Ziegler) / «Robert Walser» von Perikles Monioudis, Deutscher Kunstverlag (Nicola Steiner)

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