Fantasy und Familie: Der Literaturclub im September

  • Dienstag, 15. September 2015, 22:25 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 15. September 2015, 22:25 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 16. September 2015, 1:35 Uhr, SRF 1
    • Mittwoch, 16. September 2015, 11:00 Uhr, SRF info
    • Donnerstag, 17. September 2015, 3:55 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 17. September 2015, 12:45 Uhr, SRF info

Nicola Steiner, Christine Lötscher, Martin Ebel und Rüdiger Safranski diskutieren im September über Kazuo Ishiguro: «Der begrabene Riese», Rolf Lappert: «Über den Winter», Jonathan Franzen: «Unschuld» und über Clemens J. Setz: «Die Stunde zwischen Frau und Gitarre».

Der Literaturclub diskutiert die wichtigen Bücher im September: Der britisch-japanische Bestsellerautor Kazuo Ishiguro erzählt die frühe Geschichte Britanniens als Fantasy-Epos. Was ist das, das eigene Leben? Rolf Lappert stellt die Frage in seinem aktuellen Roman «Über den Winter». Mit «Unschuld» legt Jonathan Franzen seinen lang erwarteten neuen Roman vor. Vertrackte Familienverhältnisse vor deutsch-amerikanischer Kulisse. Und der Österreicher Clemens J.Setz erkundet die Abgründe von Liebe und Wahn in einem Dreieck der Beziehungen.

Die Bücher der Sendung sind:

  • «Der begrabene Riese» von Kazuo Ishiguro (Blessing)
  • «Über den Winter» von Rolf Lappert (Hanser)
  • «Unschuld» von Jonathan Franzen (Rowohlt)
  • «Die Stunde zwischen Frau und Gitarre» von Clemens J. Setz (Suhrkamp)

Beiträge

  • «Der begrabene Riese » von Kazuo Ishiguro

    Britannien im 7. Jahrhundert: Ein Land, das nach erbitterten Kriegen zwischen Briten und Angelsachsen verwüstet ist. Ein seltsamer Nebel hat die Erinnerung ausgelöscht. Hier machen sich Axl und Beatrice auf die Suche nach ihrem Sohn, der seit Jahren vermisst ist. Der in England aufgewachsene japanische Bestsellerautor Kazuo Ishiguro erzählt von dieser Reise durch ein fernes, zerstörtes Land. Eine Odyssee als Fantasy-Roman.

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  • «Über den Winter» von Rolf Lappert

    Lennard Salm ist ein weltweit erfolgreicher Künstler. Als seine älteste Schwester Helene stirbt, kehrt er nach Hamburg zurück. Zurück in die Familie, der er entkommen wollte. Der Vater ist immer stärker von ihm abhängig, seine jüngere Schwester wird arbeitslos. Über einen Winter lernt Lennard Salm seine Familie, seine Eltern und Geschwister neu kennen.

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  • «Unschuld » von Jonathan Franzen

    Die junge Pip Tyler weiss nicht, wer ihr Vater ist. Ein Geheimnis liegt über ihrer Herkunft, das von ihrer Mutter sorgsam gehütet wird. Ihre Arbeit als Internetjournalistin beim «Sunlight Project» des Whistleblowers Andreas Wolf soll sie auf die Spur bringen. Wolf, Sohn eines hochrangigen DDR-Politfunktionärs, hat vor Jahren aus Liebe ein Verbrechen begangen. Die Spur führt nach Bolivien. Jonathan Franzen hat einen amerikanisch-deutschen Gesellschaftsroman zum Thema Schuld geschrieben.

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  • «Die Stunde zwischen Frau und Gitarre» von Clemens J. Setz

    Natalie Reinegger arbeitet in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Seit einiger Zeit betreut sie Alexander, der eine Frau so lange psychisch quälte, bis sie Suizid beging. Der einzige Besuch, den er empfängt, ist ausgerechnet der Witwer ebendieser Frau. Natalie versucht, die sonderbare Beziehung der beiden Männer zu durchdringen und gerät in einen düsteren Sog der Gefühle zwischen Wahn und Liebe. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Clemens J. Setz folgt den verschlungenen Spuren von Macht und Ohnmacht in seinem neuen Roman.

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  • Die Buchempfehlungen unserer Kritiker

    «Play it again» von Alan Rusbridger, Secession (Martin Ebel) / «Das andere Porträt» von Jean-Luc Nancy, Diaphanes (Christine Lötscher) / «Die Vorbereitung des Romans» von Roland Barthes, Edition Suhrkamp (Rüdiger Safranski) / «Kurzes Buch über das Sterben» von Andrzej Stasiuk, Suhrkamp Verlag (Nicola Steiner)

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