Nádas, Dorn, Didion, Carver und von Steinaecker

Iris Radisch, Barbara Villiger Heilig, Stefan Zweifel und Thea Dorn: Péter Nádas: «Parallelgeschichten», «Die deutsche Seele» von Thea Dorn, «Blaue Stunden» von Joan Didion, «Beginners. Uncut» von Raymond Carver und «Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen,..» von Thomas von Steinaecker

Thea Dorn und Péter Nádas sind Gäste im Literaturclub.

Joan Didion umkreist eine grosse Verlusterfahrung in einem Strudel des Nachdenkens. Raymond Carver ernüchtert die short story bis auf ihren Wesenskern, wo Thomas von Steinaecker das Märchen nach der Bürowelt findet.
 Seelenverhältnisse von Ungarn und Deutschen erkunden Péter Nádas in seinen «Parallelgeschichten» und Thea Dorn in ihren sechzig Miniaturen über «Die deutsche Seele».
 

Beiträge

  • «Parallelgeschichten» von Péter Nádas

    Es ist die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Péter Nádas als seinen parallelen Geschichten erzählt. Im Jahr des Mauerfalls, 1989, findet der Student Döhring im Berliner Tiergarten eine Leiche auf einer Parkbank. So setzt die Erzählung ein, um sich später zu einem historischen Panorama zweier Familien zu erweitern. Zwanzig Jahre nach seinem international gefeierten «Buch der Erinnerung» ist jetzt das neue Monumentalwerk von Péter Nádas auf Deutsch erschienen.

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  • «Blaue Stunden» von Joan Didion

    Joan Didion hat ein Buch über den Verlust geschrieben, den Verlust als eine existenzielle Erfahrung: Erst starb ihr Mann John Gregory Dunne, wenig später ihre Tochter Quintana Roo. Im Alter von 39 Jahren. John stirbt an einem Herzinfarkt, Quintana an einer Infektion. Didion bleibt allein zurück. 1935 in Sacramento, Kalifornien geboren ist Joan Didion die profilierteste Stimme der liberalen amerikanischen Intellektuellen. Mit «Das Jahr des magischen Denkens» schreibt sie 2005 einen Weltbestseller.

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  • «Die deutsche Seele» von Thea Dorn

    Was ist die deutsche Seele? Thea Dorn hat Antworten gesucht auf diese Frage und sie hat Nachforschungen angestellt. In sechzig Kapiteln berichtet sie von der Seelenlage der Deutschen, von der «German Angst», von «Abendbrot» und «Wanderlust» - und auch die «Rabenmutter» findet ihr Interesse. Was also ist deutsch? Thea Dorn ist dem Besonderen auf der Spur, den mentalen Eigenheiten des Nachbarn im Norden.

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  • «Beginners.Uncut» von Raymond Carver

    Robert Altman hat seine Erzählungen «Short Cuts» verfilmt, minimalistische Szenen aus den Niederungen amerikanischen Alltags: Motels, Diners, Schlafzimmer, Küchen. Szenen wie auf den Bildern Edward Hoppers. Doch war Carver Carver? Oder war es sein Lektor Gordon Lish. Lish, der kürzte und umschrieb, was immer ihm von Raymond Carver in die Finger geriet? Die Wahrheit über Raymond Carver. Jetzt kann man sie lesen. «Beginners.Uncut» enthält die Originale jener Geschichten, die ihren Autor berühmt machten.

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  • «Das Jahr, in dem ich aufhörte... » von Thomas von Steinaecker

    «Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen»-Renate Meissner ist Versicherungsmanagerin in München. Eine Virtuosin des Selbstmanagements. Sie hat sich eingerichtet in ihrem Büro aus Glas, ihrer Gier nach Plan, auf dem steten Weg nach oben. «Wie: Ende?», schreit sie ins Telefon als ihre Abteilung aufgelöst wird. Der Vorstand hat einen Beschluss gefasst - und für Renate Meissner beginnt eine andere Geschichte. Thomas von Steinaecker hat einen Roman zwischen Realismus und Märchen geschrieben. Er war damit für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

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