Schneider, Brežná, Ondaatje und Perec

Iris Radisch, Hildegard E. Keller, Stefan Zweifel und Daniel Hell diskutieren über die aktuellen Bücher im Mai: Hansjörg Schneider: «Nilpferde unter dem Haus», «Die undankbare Fremde» von Irena Brežná, «Katzentisch» von Michael Ondaatje und «W oder die Kindheitserinnerung» von Georges Perec.

Michael Ondaatje reist zurück in seine Jugend. Die Tagebücher Hansjörg Schneiders zeigen das Denken und Fühlen eines grossen Schweizer Schriftstellers, der neue Roman von Irena Brežná trägt autobiographische Züge. Georges Perec umschreibt seine Erinnerungen, und unser Gast Daniel Hell sagt, wann Literatur heilen kann.

Beiträge

  • «Depression als Störung des Gleichgewichts» von Daniel Hell

    Depression, Melancholie, Schwermut - Der Psychiater Daniel Hell versteht Depression als das Ringen einer Person um ihr Gleichgewicht. Wie man Depressionen erfolgreich behandelt und welche Formen der Depression es überhaupt gibt, das ist der Gegenstand von Daniel Hells aktuellem Buch «Depression als Störung des Gleichgewichts».

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  • «Nilpferde unter dem Haus» von Hansjörg Schneider

    Hansjörg Schneider wacht oft um drei Uhr nachts auf und notiert seine Träume. Immer wieder träumt er von seiner Frau und seiner Mutter, die beide früh verstorben sind. Meistens kommen auch Katzen vor, und einmal sogar ein Nilpferd. In seinem Tagebuch schreibt Schneider darüber hinaus über die lust- und intellektuellenfeindliche Enge seiner aargauischen Heimat. Und darüber, dass viele in seinem Umfeld mit Unverständnis reagierten, als er mit 55 plötzlich Kriminalromane zu schreiben begann.

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  • «Die undankbare Fremde» von Irena Brežná

    Eine junge Frau emigriert aus einer Diktatur und findet Zuflucht in der Schweiz. Doch diese neue Heimat ist eine voller Widersprüche, ein gesättigtes Land, dessen Menschen nicht zugänglich sind und dessen gesellschaftliche Regeln sie nicht befolgen kann. In der Auseinandersetzung mit Menschen und Land findet die junge Frau zu einer neuen Identität.

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  • «Katzentisch» von Michael Ondaatje

    Cassius, Ramadhin und Michael sind per Schiff auf dem Weg von Ceylon nach England. Zu der buntgemischten Gesellschaft an Bord gehören Aussenseiter, die wie sie am Katzentisch sitzen, und Reisegefährten aus der Ersten Klasse: Der Baron, der elegant Mitreisende bestiehlt, der todkranke Millionär oder die Artistentruppe mit Wahrsager, in den sich Emily verliebt. Michael Ondaatje, Autor von «Der englische Patient» und selbst im heutigen Sri Lanka geboren, erzählt ein Abenteuer, das Gleichnis ist für das wahre, wilde Leben.

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  • «W oder die Kindheitserinnerung» von Georges Perec

    Ein Utopia auf einer Insel, die auf keiner Karte verzeichnet ist, ein Musterland des Sports – das ist W. Georges Perec: Ein Autor sucht sein Leben in Dokumenten und Fiktionen. Ein gewisser Wilson soll die Nation der Sportler gegründet haben. Eine Welt, die nur Sieger und Besiegte kennt. Nach und nach offenbart sie ihre terroristischen Züge. Georges Perec wurde 1936 unter dem Namen Peretz als Kind jüdisch-polnischer Eltern in Paris geboren. 1982 starb er kurz vor seinem 46. Geburtstag an Lungenkrebs.

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