In der Ruhe liegt die Kraft

Schneller ist nicht immer besser. Vor allem nicht in dieser Woche, wo wir mit Besonnenheit deutlich besser fahren.

Blick auf Zürich: Eine Fahrradfahrerin schaut auf Zürich.
Bildlegende: In der Ruhe liegt die Kraft. Keystone

Weil wir uns in sehr turbulenten und konfliktreichen Zeiten befinden, ist es wichtig, dass wir nicht gedankenlos und ohne klares Ziel vor Augen handeln. Gleichzeitig können wir uns aber auch nicht an die Vergangenheit klammern, sondern müssen loslassen und umdenken.

Die Sterne fordern jetzt zum Innehalten und zur Besinnung auf. Der Neumond, der am Dienstagmorgen im bodenständigen Erdzeichen Stier stattfindet, wird von einer Sonnenfinsternis begleitet und symbolisiert einen besonderen Kraftmoment. Auch wenn wir einen solch bedeutsamen Zyklusstart nicht wie naturverbundene Völker mit einem Ritual begehen, macht es Sinn, uns im hektischen Alltag einen Moment der Ruhe zu gönnen. Besinnen wir uns jetzt auf unsere Werte und auf unsere Wurzeln. Dort finden wir Kraft und Halt.

Eine neue Basis legen
«Weniger ist mehr», lautet das Motto im Zeichen des Stiers. Im Beruf ist es jetzt wichtig, dass wir die richtige Wahl treffen, gewissermassen die besten Stücke aus dem Filet herausnehmen. Es gilt, neu zu definieren, auf was wir in Zukunft bauen wollen und können. Und natürlich sollten wir uns auch klar werden darüber, was wir loslassen müssen: Projekte, die nicht rentieren oder keine Freude mehr machen, zum Beispiel. Vielleicht müssen wir auch Arbeitsverhältnisse beenden, die nicht mehr befriedigen, und ganz neue Wege gehen. Das braucht Mut, weil wir vorübergehend mit Unsicherheit leben müssen. Die Belohnung ist ein besseres Leben: Eines, das uns wirklich entspricht und Freude macht.

Zeit für gemeinsame Stunden
Das Liebesleben macht bereits jetzt mehr Freude. Hier lautet das Steigerungsmotto: «Qualität statt Quantität». Das kann man natürlich so übersetzen, dass mehrere unverbindliche Affären nicht unbedingt so viel Befriedigung bringen wie eine richtig tiefe und tragfähige Beziehung. Für alle, die sich nicht entscheiden können oder Angst vor Verbindlichkeit haben, wäre das sicher eine Überlegung wert. Mit «Qualität» ist aber vor allem gemeint, dass wir unsere Erwartungen nicht immer höher schrauben sollten, indem wir dem Glück regelrecht nachjagen, sondern dass wir das schätzen lernen, was unseren Partner ausmacht. Und dass wir uns auf das besinnen, was uns beiden gut tut.

Es sind die einfachen Dinge, die uns jetzt glücklich machen: Ein gemütlicher Abend im vertrauten Rahmen, ein feines Essen, ein gutes Gespräch und natürlich lustvolle Erotik. Der Weg dorthin ist eigentlich auch einfach: Uns viel Zeit nehmen füreinander, Handy und Computer abschalten.

Autor/in: Monica Kissling alias Madame Etoile