Einen Korb geben

Die Redensart «einen Korb geben» meint, dass man jemanden zurückweist oder ein Angebot ablehnt. Sie hat ihren Ursprung in einer mittelalterlichen Tradition, bei der Freier in einem Korb zum Fenster der Angebeten hoch gezogen wurden.

Eine spätere Variante vom «Korb geben» war die, dass man einem erfolglosen Bewerben einen kleinen Korb ohne Boden schickte. Damit wurde angedeutet, welches Schicksal ihn als Freier erwarten würde.
Bildlegende: Eine spätere Variante vom «Korb geben» war die, dass man einem erfolglosen Bewerben einen kleinen Korb ohne Boden schickte. Damit wurde angedeutet, welches Schicksal ihn als Freier erwarten würde. colourbox

War der Freier unerwünscht, wurde ihm ein Korb mit lockerem Boden herabgelassen, der dann unter seinem Gewicht durchbrach. Eine Variante der Abweisung bestand darin, den Korb mit dem Liebhaber auf halber Höhe des Hauses hängen zu lassen.

Erstsendung: 19. August 2003.

Moderation: Martin Wittwer, Redaktion: Christian Schmid