Wie ist das mit dem Stern von Bethlehem

«Als Jesus in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen...», steht im Matthäus-Evangelium geschrieben. Doch was hat es mit dem Stern von Bethlehem auf sich?

Der Stern leuchtet den Weisen aus dem Morgenland den Weg zum Stall von Bethlehem.
Bildlegende: Der Stern leuchtet den Weisen aus dem Morgenland den Weg zum Stall von Bethlehem. istockphoto

Nicole Frank hat sich 2002 mit Daniel Schlup vom Verkehrshaus Luzern über den Stern von Bethlehem unterhalten. Er nimmt Bezug auf den Astronomen Johannes Kepler (1571-1630), der von einem seltenen Zusammentreffen von Jupiter und Saturn kurz vor Christi Geburt spricht. Diese Himmelserscheinung könnte von den Weisen als Stern von Bethlehem bezeichnet worden sein.

Die Babylonier als Sterndeuter

Nebst der möglichen astronomischen Erklärung, gibt es auch eine astrologische: Die Babylonier haben den Sternenhimmel intensiv beobachtet und aufgrund dessen Deutungen vorgenommen, wie es mit Staat und König weiter gehen könnte. Jupiter war für die Babylonier der Königsstern und Saturn der Stern des jüdischen Volkes. Das Sternbild der Fische hat für sie das Land Palästina repräsentiert. Es war folglich schon ein bemerkenswertes Zusammentreffen, die Begegnung von Jupiter und Saturn im Sternbild Fisch kurz vor Christi Geburt.

Nichts desto trotz lässt sich das weder genau rekonstruieren noch beweisen. Weil das Rätsel um den Stern von Bethlehem nach wie vor nicht genau entschlüsselt werden konnte, existieren bis heute unzählige wilde Spekulationen.