Sendungsporträt

Der Arzt Masters und die Wissenschaftlerin Johnson revolutionierten in den 1950er- und 1960er-Jahren die Sexualforschung. Die Serie zeigt den Kampf der Forscher gegen die Vorurteile über Sex und die Prüderie der Gesellschaft. Das Forschungsprojekt sorgt auch in ihrem Privatleben für Turbulenzen.

Die Darsteller der Serie.

Bildlegende: Die Darsteller der Serie. SRF / Sony Pictures

Im Oktober 1956 wird Doktor William Masters mit einer Gala geehrt. Er muss aber schon bald vom Rednerpult verschwinden. Er gibt an, eine Geburt zu begleiten. In Wahrheit beobachtet er aber in einem heruntergekommenen Lokal Menschen beim Sex. Er misst die Zeit, die sie brauchen, bis sie zum Orgasmus kommen - und wie lange sie darin verweilen. Beim anschliessenden Gespräch mit der beobachteten Prostituierten findet Masters heraus, dass diese ihren Orgasmus den Kunden nur vortäuscht - zum Erstaunen des Doktors, der von der offensichtlich gängigen Praxis der Frauen noch nie gehört hart. Die Prostituierte rät ihm, für seine Sexualforschung eine weibliche Partnerin zu engagieren. Nur so könne er die Geheimnisse der Frauen lüften. Doch das ist nicht die grösste Hürde. In seiner Universität stösst Masters auf Widerstand und muss seine Forschungen vor den meisten seiner Kollegen geheim halten. Immerhin findet er in seiner neu Virginia Johnson bald eine tatkräftige Unterstützerin. Ihre Zusammenarbeit bringt bald auch ihr Privatleben durcheinander.

Pioniere der Sexualforschung

Kein Thema bewegt die Menschheit mehr als die Sexualität. Sie ist fester Bestandteil von Moralvorstellungen, Weltanschauungen, Religionen und gesellschaftlichen Revolutionen. Ungewollte Schwangerschaften, sexuell übertragbare Krankheiten und Bürgerrechtsbewegungen haben seit den 1950er-Jahren zu mehr Aufklärung über Sexualität geführt. Trotzdem bleiben viele Fragen politisch und gesellschaftlich umstritten: Sollen homosexuelle Paare die gleichen Rechte haben wie heterosexuelle? Darf eine Transgender-Frau nach ihrer Operation die Frauentoilette benutzen? Die Moralvorstellungen werden auch heute immer wieder neu verhandelt.

Immerhin darf heute in der Öffentlichkeit über Sexualität diskutiert werden. Dabei gilt es aber, die wissenschaftlichen Pioniere der Sexualforschung nicht zu vergessen. Pioniere wie William Howell Masters, Virginia Johnson und Alfred Charles Kinsey kämpften mit ihren Forschungsprojekten gegen heftigen sozialen Widerstand und mussten mit Vorurteilen über die Sexualität aufräumen, die aus heutiger Perspektive geradezu absurd wirken. Während die Geschichte der ersten zwei experimentellen Forscher in der Serie «Masters of Sex» aufgerollt wird, erzählt der Spielfilm «Kisney» am 16.05.2016 um 23:30 Uhr auf SRF 1 die Geschichte des ersten Forschers, der statistische Daten zum Sexualverhalten in den USA erhob. Beides exklusiv in Zweikanalton deutsch/englisch.

Sendeplatz

Ab dem 23. Mai 2016 jeweils montags um 23:45 Uhr auf SRF zwei