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Mission B Blumenwiese – So funktioniert's!

Einen grünen Rasen in ein buntes Blumenmeer verwandeln: Das ist gar nicht so schwer. Vor allem, wenn die Umgestaltung gemeinsam angepackt wird. Eine Klasse des Gymnasiums Friedberg in Gossau legt im Biologieunterricht Woche für Woche zwei neue Quadratmeter Blumenwiese an. Sie zeigen, wie es geht.

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Schüler legen eine Blumenwiese an
Aus Biodiversität vom 07.06.2019.
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Diese 8 Tipps hat die 4. Klasse des Gymnasiums Friedberg in Gossau für «Mission B»-Fans zusammengestellt:

  1. Standort wählen: Am besten gedeihen Blumenwiesen an sonnigen, eher trockenen Standorten. Der Boden sollte möglichst nährstoffarm, also nicht gedüngt sein.
  2. Rasen abstechen: Da, wo die Blumenwiese entstehen soll, wird das Gras mitsamt den Wurzeln abgestochen.
  3. Erde abklopfen: Die Erde wird von den abgestochenen Wurzeln abgeklopft, damit sie noch verwendet werden kann. Erde ist organisches Material, welches Pflanzen als Lebensgrundlage brauchen. Wird die Erde einfach weggeworfen, war die Arbeit der Würmer umsonst.
  4. Wurzeln entfernen: Die Wurzelreste werden aus dem Boden entfernt und aus der abgeklopften Erde aussortiert. Ansonsten wachsen bald wieder Gräser, die die Blumen verdrängen.
  5. Boden auflockern: Der Boden wird aufgelockert, damit die Samen darin optimal keimen können.
  6. Aussäen: Damit die zukünftigen Pflänzchen genug Platz haben, sollte die empfohlene Menge der Samenmischung bei der Aussaat eingehalten werden.
  7. Erde andrücken: Um die Samen vor hungrigen Vögeln zu schützen, werden sie leicht angedrückt. Damit die Samen mit genug Sonnenlicht versorgt werden, sollte kein zusätzlicher Humus beigefügt werden.
  8. Wässern: Blumenwiesen mit Wildblumen müssen nur gegossen werden, wenn es lange nicht regnet.
Schulklasse legt Blumenwiese an
Legende: Beim Arbeiten im Garten können die Schülerinnen und Schüler das im Unterricht Gelernte in der Praxis anwenden. SRF

Biologieunterricht mal ganz anders

Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse des Gymnasium Friedberg in Gossau haben im Biologieunterricht nicht nur Heft und Bleistift zur Hand, sondern auch Schaufel und Hacke. Der Rasen vor dem Biologiezimmer wird zum Aussenlabor. In jeder Lektion bekommt eine Gruppe den Auftrag, zwei Quadratmeter Wildblumenwiese anzulegen. So soll der Rasen Stück für Stück umgenutzt werden. Biologielehrererin Linda Heeb will mit ihrer Klasse einen Beitrag für mehr Biodiversität leisten und führt dieses Projekt nun schon das dritte Jahr durch.

Der noch grössere Beitrag als die Umnutzung dieser Fläche ist wahrscheinlich, dass ich durch dieses Projekt bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für die Problematik der schwindenden Biodiversität fördern kann.
Autor: Linda HeebBiologielehrerin am Gymnasium Friedberg in Gossau

In Zusammenarbeit mit «LERNfeld»

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Linda Heeb und ihre Klasse arbeiten mit dem Angebot «LERNfeld» , Link öffnet in einem neuen Fenstervon GLOBE Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster zusammen. Lernfeld stellt unter anderem Materialien zum Thema Biodiversität und Klimawandel für den Unterricht zur Verfügung und vermittelt Studenten und Studentinnen der ETH, die die Klassen besuchen. Es besteht auch die Möglichkeit mit umliegenden Bauernhöfen zusammenzuarbeiten.

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