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Vorher-Nachher-Vergleich Garten-Umgestaltungen für mehr Biodiversität mit Wow-Effekt

Seit im März 2019 «Mission B» in allen vier Landesteilen gestartet ist, sind auf missionb.ch über 4'500 Projekte für mehr Biodiversität eingetragen worden. Aus grau und kahl wurde bunt und lebendig. Vorhang auf für ein paar ausgewählte «Mission B»-Projekte, dokumentiert mit Vorher-Nachher-Bildern.

Anita und Hans Oetterli-Smania aus Kriens/LU

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Legende:Der Hinterhof von Anita und Hans Oetterli-Smania

Biodiversität war für Anita und Hans Oetterli-Smania aus Kriens/LU schon lange kein Fremdwort mehr, als sie sich mit dem Wunsch nach mehr Artenvielfalt in ihrem Garten an einen Fachbetrieb für naturnahen Gartenbau wendeten.

Der mit alten Betonplatten ausgelegte Hinterhof war von Rudbeckien und Goldruten überwachsen. Von diesen gebietsfremden und teils sogar invasiven Pflanzen konnten sich die beiden gut trennen - anders sah es mit den Betonplatten aus, die Anita Oetterli-Smanias Vater dazumal selbst gegossen hatte.

So wurden die Platten nur teilweise entfernt und in die naturnahen Elemente integriert, in welchen nun Wildbienen nisten. Zudem bieten um die 150 neu gepflanzte Wildstauden diversen Insektenarten einen gedeckten Tisch.

Familie Bosshard-Landwehr aus Bremgarten/AG

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Legende:Der grosse Garten von Familie Bosshard-Landwehr

Als Familie Bosshard-Landwehr vor fast drei Jahren dieses Haus in Bremgarten/AG bezog, stand sofort fest: Der grosse Garten, der damals einzig aus einem englischen Rasen bestand, wird umgestaltet.

Gesagt, getan – und jedes Jahr kam etwas Neues hinzu. Obst- und Laubbäume. Ein biologischer Gemüsegarten, wo nicht nur Gemüse, sondern auch Wildblumen willkommen sind. Wiese, die lebt, weil sie nicht mehr so oft gemäht wird. Totholz, Ast- und Steinhaufen.

Ihren Garten möchten Laura Bosshard und ihre Familie mit anderen Lebewesen teilen und mit ihrem Garten einen kleinen Ersatz für die vielen Lebensräume bieten, die anderswo verschwinden. So kommt neu beispielweise der Distelfink zu Besuch, der die Samen der Karden so gerne mag oder auch die Holzbiene und hoffentlich bald der Igel. Drei Hühner bewohnen seit letztem Jahr den Garten, sie haben gleich mitangepackt und einen Teil der verbliebenen Rasenfläche umgeackert, auf der die Familie inzwischen eine Blumenmischung ausgesät hat.

Der naturnahe Garten ist für Laura Bosshard ein kraftspendender Ausgleich, und es ist ihr wichtig, dass ihre Kinder die Natur entdecken können - und sie so kennen, lieben und schätzen lernen.

Guido Häfliger, Landwirt aus Willisau/LU

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Legende:Die Teichanlage von Guido Häfliger

Guido Häfliger, Landwirt in Willisau/LU, ist der festen Überzeugung, dass intensive Landwirtschaft und Biodiversitätsförderung nebeneinander möglich sind. Aus diesem Grund bewirtschaftet er einen stets wachsenden Teil seines IP-Suisse-Betriebes naturnah.

Als Projektleiter eines vom Bund finanzierten lokalen Vernetzungsprojekts, konnte er zudem drei benachbarte Landwirte motivieren, auf deren Land Teiche zur Förderung von selten gewordenen Amphibien anzulegen. Und natürlich hat Guido Häfliger auch auf seinem eigenen Land mitgemacht. Er freut sich sehr über die ersten Libellen und Frösche, die den Teich schon nach wenigen Wochen entdeckt und besiedelt haben.

Vera Bachofner aus Bad Ragaz/SG

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Legende:Das Flachdach von Vera Bachofner

Als Familie Bachofner vor fünf Jahren ihr Haus in Bad Ragaz/SG kaufte, baute sie einen Carport an. Je länger je mehr ärgerte sich Vera Bachofner darüber, dass beim Bau nicht darauf hingewiesen wurde, dass das Flachdach des Anbaus auch hätte begrünt werden können. Besonders beim Zähneputzen störte sie der Blick aus dem Badezimmerfenster auf diese Kieswüste.

Letztes Jahr wurde sie auf «Mission B» aufmerksam und es wuchs der Wunsch, die Fläche aufzuwerten. So machte sie sich diesen Frühling selbst an die Arbeit. Zwar hatte sie wegen der Coronakrise etwas Mühe an geeignete Pflanzen zu kommen, weswegen Freunde und Nachbarn kurzerhand in ihren Gärten diverse Wildstauden für sie ausbuddelten. Nebst Natterkopf, Saat-Esparsette und Ziest wachsen auf ihrem Dach neu um die 25 weitere Arten.

Cornelia Abegglen und Martin Abt aus Zunzgen/BL

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Legende:Der Garten von Martin Abt

Der grosse «Garten» ihrer neuen Eigentumswohnung in Zunzgen/BL sei ja mit der langweiligen Rasenfläche gar kein richtiger Garten, fanden Martin Abt und seine Partnerin, Cornelia Abegglen. Je länger je mehr keimte in ihren Köpfen die Idee einer Umgestaltung.

Letztes Jahr beauftragten sie deshalb für einen ersten Teil der Arbeit einen Gärtner für naturnahen Gartenbau. Kurz darauf stellten die beiden mit Freude fest, dass sich neu auch Bienen und Schmetterlinge in ihrem Garten tummelten. Dies festigte den Entschluss, in der zweiten Etappe der Umgestaltung noch mehr Richtung naturnah zu gehen. Und auch dieses Mal wurden sie nicht enttäuscht: Der neu angelegte Teich zieht zu ihrer Freude bereits Libellen und weitere Tiere an.

Zürcher Kantonalbank, Standort Männedorf/ZH

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Legende:Das Wildbienenparadies der Zürcher Kantonalbank, Standort Männedorf

Wer neuerdings an der Filiale der Zürcher Kantonalbank (ZKB) in Männedorf vorbeispaziert, findet nicht mehr die fantasielose Schotterfläche mit den üblichen paar Nadelbüschen vor, sondern ein buntes und diverses Wildbienenparadies mit einheimischen Wildstauden und Nistmöglichkeiten.

«Mit dem Projekt «Biodiversität – die naturnahe Bank» will die Zürcher Kantonalbank in Zusammenarbeit mit Wildbiene + Partner einen Beitrag für mehr Biodiversität leisten und somit auch der «Strategie Biodiversität Schweiz» des Bundes nachkommen», erklärt Marit Kruthoff, Leiterin Fachstelle Nachhaltigkeit der Zürcher Kantonalbank.

Diesen Frühling setzte die Bank zusammen mit der Käser Gartenbau AG auf dem Areal der Filiale Männendorf ein erstes Pilotprojekt mit einer Fläche von 350m2 um. In den nächsten zwei bis drei Jahren sollen nun an allen weiteren eigenen Standorten der Zürcher Kantonalbank ebenfalls Habitate für diverse Insekten wie Wildbienen, aber auch für Reptilien entstehen.

Seraina Ricklin aus Schänis/SG

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Legende:Das Konzept von Seraina Ricklin

Seraina Ricklins Gartenkonzept sei wie sie selbst «divers». So dürfen nicht nur 100% einheimische Pflanzen wachsen, sondern auch einige Exoten, die ihr besonders gut gefallen und auch heimischen Insekten Nahrung bieten, wie Rosmarin oder auch eine Bananenstaude.

Und doch: Kirschlorbeer, Thuja und Bambus – nicht nur uninteressant für Insekten, sondern weil invasiv sogar schädlich für die natürliche Fauna und Flora - mussten weichen und Platz machen für neue, einheimische Arten wie Naternkopf, Wegwarte, Königskerzen, Blutweiderich, Eibe und Ehrenpreis. Um die 200 Arten wachsen nun in Seraina Ricklins Garten in Schänis/SG - vor der Gartenneugestaltung waren es nicht mal 30.

Die Umweltproblematik beschäftigt sie inzwischen sehr. Mit ihrem Gartenprojekt möchte sie Tieren ein Zuhause bieten, der Natur etwas zurückgeben und hoffentlich Mitmenschen dazu animieren, ebenfalls bei «Mission B» mitzumachen. Ihr «neuer» Garten wiederspiegle in gewisser Weise auch ihr Leben als Transgender – und wahrscheinlich sei sie erst durch diese eigene Veränderung «reif» geworden für die Thematik rund um die Biodiversität.

Margaret Walder aus Uetikon am See/ZH

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Legende:Die Blumenwiese von Margret Walder

Die Boccia-Bahn im Garten von Margaret Walder in Uetikon am See/ZH war nur noch selten in Gebrauch und das stundenlange Jäten hatten sie ebenfalls satt. Also wollte sie diese durch einen Rasen ersetzen. Doch hätte sie dafür erst den ganzen Sand teuer entsorgen müssen.

Motiviert durch «Mission B» kam die Idee auf, anstatt eines Rasens eine Magerwiese anzulegen. Denn der sandige Boden ist ein perfekter Standort für Blumen, die nährstoffarme Böden mögen. Schon im zweiten Jahr blüht es nun bunt und niemand trauert der alten Boccia-Bahn nach, geschweige denn der Idee mit dem Rasen.

Caroline Sidler aus Reusstal/AG

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Legende:Die Sonnenfalle von Caroline Sidler

Caroline Sidler aus Reusstal/AG kämpft mit etwas viel Schatten in ihrem Garten, deshalb hat sie sich entschlossen, für ihre lichtliebenden Pflanzen eine Sonnenfalle zu bauen. Das Tolle daran: Die Steine erwärmen sich und geben auch noch nachts gespeicherte Wärme ab - was tagsüber die Eidechsen freut.

Eine Sonnenfalle kann man aus verschiedenen Materialien bauen. Caroline Sidler verwendete Ziegel. In die Sonnenfalle gab sie Magersubstrat, um einen Magerstandort entstehen zu lassen für diejenigen Pflanzen, die nährstoffarme Böden mögen.

Ihr Einsatz für mehr Biodiversität ist ein grosser Bestandteil ihres Alltags, und es fliesst viel Herzblut in ihren durch das Drei-Zonen-Modell, Link öffnet in einem neuen Fenster von Markus Gastl inspirierten Garten. Sie sieht darin auch eine Dringlichkeit, denn beim Beobachten der Natur werde ihr leider immer wieder bewusst: Es ist bereits fünf nach zwölf.

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