Karina Rey – Vom Showbiz zur Entwicklungszusammenarbeit

Eine preisgekrönte Fernseh-Schauspielerin, die Trinkwasser-Brunnen in Afrika baut: Das ist Karina Rey. 1962 in St. Gallen geboren, führte ihr Weg über grosse Schauspielbühnen und Filmsets in den Regenwald von Kamerun.

Porträtbild Karina Rey.
Bildlegende: Karina Rey: Zog eines Tages ein einfaches Leben dem glamourösen Schauspielerdasein vor. Pressebüro Gerd Tratz, Hamburg.

In «Menschen und Horizonte» von Radio SRF 1 erzählt sie von der glamourösen, aber oft oberflächlichen Showwelt und was sie am Leben abseits der Kamera liebt.

«Die permanente Nabelschau ging mir irgendwann mal auf die Nerven». Das ist ein Grund, weshalb Karina Rey – früher mit Nachnamen Thayenthal – den Beruf als Schauspielerin und Filmemacherin an den Nagel gehängt hatte. Andere Kollegen von Film und Fernsehen würden das lieben, stetig fotografiert zu werden. «Mit diesem Teil des Berufes habe ich mich nie anfreunden können», gesteht Karina Rey.

Deutscher Fernsehpreis für Karina Rey

Die Tochter einer Schweizer Managerin und eines Österreichischen Dirigenten wollte schon als Kind Schauspielerin werden. Und hat diesen Traum verwirklichen können. Sie hat von den späten 1980er Jahren bis 2013 in namhaften und erfolgreichen Fernsehfilmen sowie TV-Serien mitgespielt. Unter anderem in «Der Landarzt», «Tatort», «Lindenstrasse» und in diversen Rosamunde Pilcher-Filmen. Für ihre Rolle als junge Frau mit multipler Sklerose im Film «Der Weg nach Lourdes» hat sie 1989 den angesehenen Deutschen Fernsehpreis als bestes Nachwuchstalent gewonnen.

Trinkwasserbrunne in Kamerun

Heute lebt sie ein anderes, ein einfacheres Leben. Mitten im Regenwald von Kamerun leitet sie gemeinsam mit ihrem Mann ein Projekt zur Entwicklungszusammenarbeit. Das «Project Eau Potable» der St. Martin Stiftung in Baar baut in der Region rund um den Ort Otélé, im Südwesten Kameruns, Trinkwasserbrunnen. Darin hat die 54-Jährige eine andersartige Aufgabe im Leben gefunden.

Gespielte Musik

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Magnus Renggli