«Härter als im Schnee - darum mag ich Grasski»

Martin Schacher aus Escholzmatt LU ist einer von nur vier Fahrern im Schweizer Grasski-Nationalteam. Auf dem Schnee hat es nicht ins Kader gereicht. Auf dem Gras mag er die Härte der Unterlage und will mit 20 an die Spitze Europas fahren. Ein Einblick in den etwas anderen Ski-Zirkus.


Martin Schacher und die «verrückten Hunde» der Grasski-Nati

1:37 min, aus Mini Räder - Mis Läbe vom 09.10.2015

Auf dem Gras hat er sich in die «Härte» und das «Adrenalin» verliebt: Martin Schacher ist einer von nur vier aktiven Grasski Elite-Fahrern in der Schweiz - und diese stellen auch gleich unsere Nationalmannschaft dar. Wettkämpfe fahren sie unter Aufsicht des Internationalen Skiverbandes FIS in ganz Europa und sogar im Iran.

Ein Grasski ist eine Art «Panzerraupe» mit ca. 150 Rollen pro Paar Ski. Vor dem Lauf wird also nicht gewachst, sondern geölt. Bremsen ist dabei Fehlanzeige. «Das ist ja auch nicht das Ziel. Ich muss schnell sein,» stellt Martin klar. Im Ziel angekommen fährt man einfach eine grosse Kurve, bis es wieder bergauf geht und so bremst es von alleine. Und mitten im Lauf? «Wenn du einen Fehler machst, brauchst du sofort einen Plan B. Sonst wirds gefährlich. Genau darum macht mir das Grasski-Fahren Spass!»

Gefahren wird in den Disziplinen Slalom, Riesenslalom und Super G. Im kleinen Weltcup-Zirkus («Hier kennt jeder jeden») möchte Martin nächsten Sommer den Anschluss an die Weltspitze finden. Und dafür macht der Entlebucher Abstriche: «Wir haben viel Spass und machen auch mal Seich. Aber ich mache in Sachen Leistung definitiv Ernst - ich trainiere hart und möchte in jedem Rennen die bestmögliche Leistung abrufen.»

Worauf fährt ihr ab?

Worauf fährt ihr ab?

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