Sendungsporträt

Die amerikanische Krankenhaus-Serie von Erfolgsproduzent David E. Kelley («Boston Legal») verbindet gekonnt das dramatische Potential von Operations- und Gerichtssaal und thematisiert brisante ethische Fragen, denen sich die moderne Medizin stellen muss.

Drei Männer und eine Frau. Zwei Männer tragen Kleidung aus dem Operationssaal, die Frau trägt einen Ärztekittel. Der dritte Mann trägt einen Ärztekittel, darunter jedoch einen Anzug.

Bildlegende: Die Hauptdarsteller der Serie. SRF/Turner Broadcasting

Jeden Montagmorgen versammeln sich die Chirurgen des Chelsea General Hospitals zur Teambesprechung. Hier thematisieren Chefchirurg Harding Hooten und Jorge Villanueva, Leiter der Notaufnahme, schonungslos Todesfälle und analysieren mögliche Fehldiagnosen und Behandlungsfehler. Zum Ärzteteam zählen der wenig feinfühlige Transplantationschef Buck Tierney, der brillante, aber kaum der englischen Sprache mächtige Neurochirurg Sung Park und die hochtalentierten Chirurgen Tyler Wilson und Tina Ridgeway, die einander zugetan sind. Den Ärzten stellen sich neben medizinischen auch private Herausforderungen.

Drama im Operations- und Gerichtssaal

Der Titel der amerikanischen Dramaserie «Monday Mornings» bezieht sich auf die montäglichen Meetings eines hochkarätigen Chirurgenteams, das im Dauerfokus erfahrener Schadensersatzanwälte steht. Das neueste Werk von Erfolgsproduzent David E. Kelley, Schöpfer weltbekannter Anwaltsserien wie «Ally Mc Beal» oder «Boston Legal», basiert auf dem gleichnamigen Roman des Neurochirurgen Sanjay Gupta, der als medizinischer Chefkorrespondent von CNN waltet und profunder Kenner des amerikanischen Gesundheitswesens ist. Im Buch hat der einstige Rechtsanwalt Kelley eine ideale Vorlage gefunden, um das dramatische Potential vom Operations- und Gerichtsaal miteinander zu verbinden. Mit der Unterstützung von Gupta als Berater und ausführender Koproduzent bringt Kelley die ethischen Dilemmas und persönlichen Versuchungen, denen engagierte und ehrgeizige Chirurgen ausgesetzt sind, in zugespitzten Szenen und brillanten Dialogen auf den Punkt.

Hervorragende Schauspieler

Mit Alfred Molina und Ving Rhames verfügt der Cast über zwei schauspielerische Schwergewichte, die sich in ihren Rollen gleichzeitig als Freunde und Antipoden gegenüberstehen: Molina («An Education», «Frida») als kühler Chefarzt Dr. Harding Hooten lässt unter seinem messerscharfen Verstand und beissenden Sarkasmus einen feinsinnigen Menschen erahnen, während Ving Rhames den leidenschaftlichen Notfallchef Dr. Jorge «El Gato» Villanueva («Don King: Only Amerika»), dessen Bauchentscheidungen einer Wahrheit jenseits des Gesetzes verpflichtet sind, mit gewohnter Wucht spielt. Weitere Figuren sind kaum minder markant, so Keong Sim («Glee») in der Rolle des koreanischen Neurochirurgen Dr. Sung Park, der mit seinen lakonischen Kommentaren in Basis-Sprache - «Nicht operieren, tot» – ein ebenso beliebtes Opfer gegnerischer Anwälte ist wie der von Bill Irwin («CSI: Tatort Las Vegas») gespielte rücksichtslose Transplantationschefs Dr. Buck Tierney, dem der Ruf eines Aasgeiers anhaftet. Jennifer Finnigan («Crossing Jordan») wiederum spielt die unglücklich verheiratete Chirurgin Dr. Tina Ridgeway, die mit dem von Jamie Bamber («Battlestar Galactica») gemimten Starchirurgen Dr. Tyler Wilson verbandelt ist, dessen Leidenschaft in erster Linie bahnbrechenden Operationen gilt. Und last but not least Sarayu Rao («NCIS: Los Angeles») als männerverzehrende Dr. Sydney Napur, deren herbem Charme ausgerechnet ein verklemmter Kollege verfällt.

Sendeplatz

Ab Montag, 3. Februar 2014, auf SRF zwei