Die Uiguren in Westchina

Der alte Name Uigur wurde im 20. Jahrhundert als Sammelbezeichnung für verschiedene Turkvölker in Westchina wieder eingeführt. Die islamischen Uiguren sind mit den benachbarten Kasachen verwandt und waren als Minderheit lange diskriminiert.

Die wachsende Tendenz der Han-Chinesen, sie zu assimilieren, ist deutlich. Auch in der Musik fördert dies den heimlichen Widerstand und konservative Haltungen. Offiziell wird die uigurische Musik respektiert und ist 2005 gar zum Weltkulturerbe erklärt worden. Wolf Dietrich durfte das autonome Gebiet Xinjiang besuchen. Er berichtet über die typischen «Muqam», die sorgfältig festgelegten mehrteiligen Suiten mit Tanzeinlagen, und die diversen Instrumente, die aus indischen und islamischen Kulturen adaptiert wurden, aber nicht von den Chinesen.