Mulatu’s Groove - die Rückkehr des «Ethio Jazz»

«Ethio Jazz» aus Äthiopien ist momentan der letzte Schrei der Weltmusikszene. Pioniere wie Mulatu Astatke kommen zu neuen Ehren und junge Bands bringen den Stil auf die Höhe der Zeit.

Mulatu Astatke spielt Vibrafon.
Bildlegende: Mulatu Astatke wird in hohem Alter erneut zum Star. Reuters

Ein neuer Trend macht von sich reden: «Ethio Jazz» ist ein Mix aus Jazz, Funk und psychedelischem Rock, dazu traditionellen Klängen aus Äthiopien. Der Stil entstand in den siebziger Jahre in den Clubs von Addis Abeba. Seit 1997 rücken seine «Erfinder» (allen voran der Vibrafonist Mulatu Astatke) wieder ins Rampenlicht durch eine Plattenreihe namens «Éthiopiques», die vom französischen Buda-Label herausgegeben wird.

Die Wiederveröffentlichungen machten derart Furore, dass junge Musiker Feuer fingen. Ob in London, Genf, Berlin, Paris oder New York überall liessen sich Bands vom «Sahara Swing» inspirieren und entwickelten ihren eigenen Mix, der vor allem in den «World Music Discos» der Grossstädte für Furore sorgte. Mulatu Astatke freut sich, dass seine Erfindung noch zu seinen Lebenszeiten eine derart starke Wirkung entfaltet weltweit! «Das macht mich so glücklich», sagt der alte Mann.

Erstausstrahlung: 08.05.15

Redaktion: Christoph Wagner