Biber, Schubert, Scelsi – Interpretation oder Re-Komposition?

Interpretation? Re-Komposition? Überschreibung? Auch zeitgenössisch orientierte Künstler sind fasziniert von alter Musik.

Hans Zender dirigiert
Bildlegende: Hans Zender hat Schuberts «Winterreise» neu interpretiert. Barbara Fahle

Musik über Musik: Zwei bekannte Kompositionen aus der Musikgeschichte und Musik eines Komponisten des 20. Jahrhunderts werden von Interpreten und Komponisten unter die Lupe genommen, auf je besondere Art und Weise interpretiert oder auch überschrieben.

Hans Zender interpretiert Franz Schuberts «Winterreise», George Kentros und Matthias Petersson die «Passacaglia» aus Bibers «Rosenkranzsonaten», Uli Fussenegger arbeitet mit Tonband-Skizzen Giacinto Scelsis.

Der Begriff der Interpretation ist vielfältig und geht dabei weit über eine vermeintliche Eins-zu-eins-Übertragung eines Notentextes in Klang hinaus. Die hier vorgestellten Interpreten instrumentieren, erweitern, sie strukturieren um, halten sich manchmal mehr oder weniger streng an den Notentext oder aber entwickeln lose, wenngleich nicht weniger starke Bezüge zu ihm. Wann wird eine Interpretation in aktualisierter Form noch als solche wahrgenommen? Wann meint man, ein neues Stück zu hören?


Gesprächsgast von Nina Polaschegg ist Uli Fussenegger, Kontrabassist im Klangforum Wien, Improvisator, Komponist und auch Spezialist für Alte Musik.

Gespielte Musik

Redaktion: Florian Hauser