«Kein lautes Akkordeon, das wie Bahnhof klingt» – Berios Sequenza

Für den Akkordeonisten Teodoro Anzellotti hat Luciano Berio seine Sequenza XIII geschrieben, ein leises, tiefgründiges, gar nicht virtuoses Stück. Ein Klassiker der Moderne. Was liegt näher, als genau diesen Teodoro Anzellotti zu diesem Stück zu befragen.

Ein Musiker spielt Akkordeon.
Bildlegende: Seit 1987 unterrichtet Teodoro Anzellotti an der Hochschule der Künste Bern. Anzellotti.de

«Kein lautes Akkordeon, das wie Bahnhof klingt»: Berios Sequenze sind eine Serie von Kompositionen für Soloinstrumente, in denen er die Möglichkeiten des Instruments erkundet. Sequenza I (für Querflöte) entstand 1958, die letzte Sequenza (XIV, für Violoncello) 2002.

Eine ganz besondere dieser Sequenze ist die Nr. XIII für Akkordeon, das Berio so sehr liebte. «Das Akkordeon ist ein sehr besonderes Instrument, das alles mitmacht. Und es trägt in sich selbst sehr viele Erinnerungen.» Eine melodische Zelle aus elf Tönen ist der innere Kern der Komposition. Endlos wird der entwickelt und weitergesponnen und in immer wieder neue Klangräume geführt, verschmolzen, verwandelt, kontrastiert. Teodoro Anzellotti macht sich Gedanken über diesen Klassiker der Moderne.

Gespielte Musik

Redaktion: Florian Hauser