Kurtàg und Kafka. Gespräch mit dem Pianisten Pierre Sublet

«Ein Werk voller tiefer Menschlichkeit» – so beschreibt Pierre Sublet die Kafka-Fragmente von György Kurtàg (*1926). Der Bieler Pianist spricht über dieses Meisterwerk des 20. Jahrhunderts (komponiert 1987), erzählt von seinen Begegnungen mit Kurtàg und setzt sich auch gleich selbst ans Klavier.

Ein Mann mit grauem Haar und Drahtbrille beim Dirigieren ohne Stock.
Bildlegende: György Kurtàg Keystone

Pierre Sublet ist Dozent für Klavier und zeitgenössische Kammermusik an der Hochschule der Künste Bern. Auf sehr persönliche Weise spricht er über die Kafka-Fragmente op. 24 für Violine und Sopran von György Kurtàg.

Der ungarische Komponist liess sich bei diesem Werk von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Erzählungen von Franz Kafka inspirieren und übertrug dessen bildhafte Sprache in Musik. Ein biographisch geprägtes Werk, das deutlich macht, wie Kurtág künstlerisch und auch persönlich Züge Kafkas trägt und umgekehrt.

Gespielte Musik

Redaktion: Cécile Olshausen