Camerata Bern: Vom Chaos zur Weltordnung

Im Barock steht die klare Ordnung über allem. Und dennoch kann buchstäblich das musikalische «Chaos» losbrechen.

Die Camerata Bern packt ihre historischen Instrumente aus dem Koffer und begibt sich zusammen mit der Barockgeigerin Amandine Beyer auf die Suche nach dem Chaos. Zu finden ist es bei Jean-Féry Rebel, dem französischen Barockkomponisten, der seine Ballett-Suite «Les Elémens» mit einem wahrhaft ohrenbetäubenden Lärm eröffnet. Um danach selbstverständlich die Weltenordnung wieder herzustellen – mit luftigen Tänzen und Airs.
Ganz im Sinne des barocken Zeitgeists zaubert auch Jean-Philippe Rameau «Chaotisches» in seine Ballettmusik. Und wenn schon nicht das Chaos, so ist doch zumindest musikalische Freiheit auch bei Jean-Marie Leclair zu finden. Zumal wenn Amandine Beyer den Solopart im Violinkonzert übernimmt und barocken Esprit verströmt.

Jean-Féry Rebel: Simphonie Nouvelle «Les Elémens»
Jean-Philippe Rameau: Orchestersuite aus dem Ballett «Zaïs»
Jean-Marie Leclair: Violinkonzert a-Moll op. 7/5
André Campra: Orchestersuite aus der Oper «LEurope galante»

Camerata Bern
Amandine Beyer, Violine und Leitung

Konzert vom 11. August 2016, Cour de lHôtel de Ville, Genève (Festival Musiques en été)

Redaktion: Marianne Lehner