«Dies Irae» von und mit Patricia Kopatchinskaja

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja geht neue Wege. Mutig, konsequent und ausserhalb der Wohlfühlzone. Am Festival in Luzern zeigte sie dies im vergangenen Sommer mit ihrem Programm «Dies Irae».

Kunst ist ein Kind ihrer Zeit. Und wie kann eine Künstlerin ihre Betroffenheit über die Zeit von heute ausdrücken? Angesichts fundamentaler Bedrohungen wie Klimaerwärmung, Staatszusammenbrüchen und Ressourcenkriegen?
«Dies Irae», «Tag des Zorns», heisst das inszenierte Konzert von und mit Patricia Kopatchinskaja, das eine Antwort ist auf die bedrohlichen Empfindungen von heute.

«Dies Irae», ein inszeniertes Konzert mit
Giacinto Scelsi: Okanagon für Harfe, Kontrabass und Tamtam
Heinrich Ignaz Franz Biber: Battalia für Streicher und Basso continuo
George Crumb: Black Angels. Thirteen Images from the Dark Land
(Images I) für elektronisch verstärktes Streichquartett
Jorge Sánches-Chiong: hom|me of|f the br|r|rave für verzerrte Stimme, Violine und Tonband (Uraufführung)
Michael Hersch: Violin Concerto. Revidierte Fassung des ersten Satzes mit neuer Kadenz (Uraufführung)
Antonio Lotti: Crucifixus d-Moll für zehn Stimmen
Byzantinischer Gesang zu Psalm 140, arrangiert von Patricia Kopatchinskaja für Violine solo
Giacinto Scelsi: Anagamin für elf Streicher
Jorge Sánches-Chiong: No Hell No Heaven für Tonband und Surround-Geräusche (Uraufführung)
Galina Ustwolskaja: Komposition Nr. 2 Dies irae für acht Kontrabässe, Schlagzeug und Klavier
Dies irae (gregorianischer Hymnus)

Patricia Kopatchinskaja, Violine, Konzept und künstlerische Leitung
Jack Quartett
Anthony Romaniuk, Klavier und Cembalo
Ensemble der Lucerne Festival Alumni
Studierende der Hochschule Luzern - Musik
Mitglieder des Zentralschweizer Jugendsinfonieorchesters

Konzert vom 2. September 2017, KKL Luzern (Lucerne Festival im Sommer)

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendedatum zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Jenny Berg