Emmanuelle Haïm im Rokoko-Theater Schwetzingen

Die französische Cembalistin und Dirigentin Emmanuelle Haïm ist eine Powerfrau der Barockmusik. Dieses Jahr traf sie an den Schwetzinger Festspielen auf ein Ensemble, das auch nicht gerade für Langeweile bekannt ist: Die Akademie für Alte Musik Berlin.

Nördlicher Zirkelbau des Schloss Schwetzingen
Bildlegende: Hinter den Fassaden des nördlichen Zirkelbaus von Schloss Schwetzingen verbirgt sich Rokoko-Theater. Imago/imagebroker

Damit ist der Grundstein gelegt für ein aufregendes Konzert. Die Instrumentalstücke, mit denen der französische Barockkomponist Jean-Philippe Rameau seine Opern bereichert hat, bieten viel Raum für musikalische Charakterisierungen, von zärtlicher Tändelei bis zu ausgelassenem Stürmen.

Und vom aufgewühlten Gefühlshaushalt erzählt auch das Stück, das Georg Friedrich Händel in jungen Jahren in Rom komponierte. Der passende Titel dieses musikalischen Liebeswahns: «Delirio amoroso».

Jean Philippe Rameau: Suite aus der Tragédie lyrique en musique
«Castor et Pollux»
Jean Philippe Rameau: Prélude à l'entrée des Incas und Air de Phani aus dem Opéra-ballet «Les Indes galantes»
Jean Philippe Rameau: Air pour des fous gais – Air pour les fous tristes – Les gais se mêlent aux tristes und Récitatif et Air de la Folie aus der Comédie-ballet «Platée»
Georg Friedrich Händel: Delirio amoroso. Kantate für Sopran und Orchester HWV 99

Akademie für Alte Musik Berlin
Emmanuelle Haïm, Cembalo & Leitung
Sandrine Piau, Sopran

Konzert vom 20. Mai 2017, Rokokotheater Schloss Schwetzingen (Schwetzinger Festspiele 2017)

Redaktion: Patricia Moreno