Farben auf Schwarz-Weiss: Klavier-Universen von Debussy und Ravel

Es ist eine verzwickte Sache: Gern stellten Komponisten von ihren Orchesterwerken auch Fassungen für Klavier vierhändig her. In Zeiten ohne Radio oder Grammophon war das eine der wenigen Möglichkeiten, neue Werke auch über den Konzertsaal hinaus unters Publikum zu bringen.

Das Bild zeigt das Künstlerduo Alexander Lonquich und Christina Barbuti, wie es an einem Klavier sitzt und ein vierhändiges Stück spielt.
Bildlegende: Das Klavierduo Alexander Lonquich und Christina Barbuti spielt Debussy und Ravel. Künstlerhaus Boswil

Zweitrangiger Ersatz also? Das auch wieder nicht, denn gerade die «Klavierkomponisten» Debussy und Ravel betrachteten diese Versionen nicht als behelfsmässige Klavierauszüge, sondern als eigenständige Fassungen mit dem gleichen künstlerischen Anspruch wie ihre originalen Werke für zwei Klaviere oder Klavier vierhändig.

Ein mehrteiliges Festival in der Alten Kirche Boswil mit drei Klavierduos zeigt die vielfältige Welt von Debussys und Ravels Originalwerken und Transkriptionen für zwei PianistInnen.

Claude Debussy und Maurice Ravel:
Originalwerke und eigene Transkriptionen für zwei PianistInnen.

Klavierduo Adrienne Soós Ivo Haag
Klavierduo Alexander Lonquich Cristina Barbuti
Klavierduo Ludmila Berlinskaia Arthur Ancelle

Konzerte vom 30. März 2014, Alte Kirche Boswil

Redaktion: Mariel Kreis