Francesco Cavalli: Il Giasone. Oper in 3 Akten und einem Prolog

Make Love, not War: Das ist keine moderne Botschaft, sondern auch die Essenz der quirligen Oper von Francesco Cavalli, uraufgeführt 1649 in Venedig.

Und quirlig ist die Oper nicht wegen dem vertonten Stoff, der auf dem blutrünstigen «Argonauten»-Mythos aus der griechischen Antike basiert. Quirlig ist sie, weil Cavalli seine Oper für die Zeit des venezianischen Karnevals schrieb und entsprechend modifiziert hat. Weniger Blutrünstiges, dafür mehr Komik.
Was wiederum für das Genfer Ensemble rund um Leonardo García Alarcón Anlass ist, mit Fantasie und Saft in den musikalischen Farbtopf zu greifen und diese Oper in der direkten Nachfolge Claudio Monteverdis lebensprall auf die Bühne zu bringen.

Cappella Mediterranea
Leonardo García Alarcón, Leitung
Chor des Grand Théâtre (Einstudierung: Alan Woodbridge)
Mariana Florès, Sopran (Alinda)
Mary Feminear, Sopran (Amore)
Günes Gürle, Bass (Besso)
Dominique Visse, Altus (Delfa)
Migran Agadzhanyan, Tenor (Demo)
Raúl Giménez, Tenor (Egeo)
Alexander Milev, Bass (Ercole)
Valer Sabadus, Altus (Giasone)
Willard White, Bass (Giove/Oreste)
Kristina Mkhitaryan, Sopran (Isifile)
Kristina Hammarström, Sopran (Medea)
Seraina Perrenoud, Sopran (Sole/Apollo)

Aufführung vom 3. Februar 2017, Opéra des Nations, Genf

Diese Oper steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhhören zur Verfügung.

Redaktion: Patricia Moreno