Für den lieben Gott: Bernard Haitink dirigiert Bruckner

Es braucht viel Erfahrung, um Bruckners Musik wirklich überzeugend zu dirigieren. Der mittlerweile 87-jährige Bernard Haitink weiss, wie es geht.

Haitink findet in seinen Konzerten immer wieder die Balance in der Architektur dieser Musik, die zwischen ruhigen und bewegten Passagen wechselt. Er weiss, wo es eine Atempause braucht, wo eine fast unmerkliche Beschleunigung.

Im Februar ist Bernard Haitink in seine Geburtsstadt Amsterdam zurückgekehrt, um zwei Hauptwerke des Komponisten zu dirigieren. Die unvollendete, dem «lieben Gott» gewidmete 9. Sinfonie und das «Te Deum». Wie Bruckner kurz vor seinem Tod festhielt, hätte letzteres als Schlusssatz der Sinfonie dienen sollen. Heute sind wir uns gewohnt, Bruckners Neunte auch mit dem gross dimensionierten Adagio als «fertig» zu empfinden.

Anton Bruckner: Te Deum
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll

Niederländische Radio-Philharmonie
Niederländischer Radio-Chor
Flämischer Radio-Chor
Bernard Haitink, Leitung
Sally Matthews, Sopran
Karen Cargill, Mezzosopran
Mark Padmore, Tenor
Gerd Grochowski, Bass

Konzert vom 27. Februar 2016, Concertgebouw Amsterdam

Redaktion: Patricia Moreno