Jacques Offenbach: La Grande-Duchesse de Gérolstein

Opéra-bouffe in 3 Akten und vier Bildern; Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy.

Es ist ein Stück, in dem alle furchtbar dumm sind: So charakterisiert der Regisseur Laurent Pelly Jacques Offenbachs Musikkomödie «La Grande-Duchesse de Gérolstein». Und wir amüsieren uns daran.
Bereits zum zweiten Mal hat der Franzose Offenbachs Meisterstück inszeniert, jetzt an der Genfer Oper. Sein Zugang ist dabei noch schärfer geworden, sagt er. Kein Wunder, wird in Offenbachs Opéra-bouffe doch ein Krieg vom Stapel gerissen, einfach um die regierende Grossherzogin bei Laune zu halten. Ein Tyrann sei sie, sagt der Regisseur, aber auch ein Clown. Kapriziös wie ein Teenager, doch hoch pathetisch. Was dabei herauskommt, ist ein bitterböser und auch höchst unterhaltsamer Musikabend.

Ruxandra Donose, Mezzosopran (La Grande Duchesse)
Bénédicte Tauran, Sopran (Wanda)
Fabio Trümpy, Tenor (Fritz)
Jean-Philippe Lafont, Bariton (Général Boum)
Boris Grappe, Bariton (Baron Puck)
Rodolphe Briand, Tenor (Prince Paul)
Michel de Souza, Bariton (Baron Grog)
Chor des Grand Théâtre de Genève
Orchestre de la Suisse Romande
Franck Villard, Leitung

Aufnahme vom 17. Dezember 2014, Grand Théâtre de Genève

Redaktion: Gabriela Kaegi