«Jazziah»: Händels «Messiah» reloaded

Was haben Georg Friedrich Händels «Messias» und Jazz miteinander zu tun? Nichts, meint Domenico Caliri. Und verbindet beides dennoch. Denn das Faszinierende am Jazz sei, so der sizilianische Gitarrist und Komponist, dass er mit jeder Musiksprache eine Verbindung eingehen könne.

Symbol auf Blau
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

In seinem «Jazziah» greift Caliri zu Händels berühmtestem Oratorium, lässt einiges unangetastet stehen, anderes formt er neu. Damit gibt sich Caliri nicht zuletzt in eine Tradition, die es seit dem 18. Jahrhundert gibt, weil Händels Musik schon immer (auch) dem Zeitgeist entsprechend umgeformt wurde.
Ästhetisch gesprochen sei das Projekt wie ein langer Spaziergang an einem Fluss voller wunderschöner Melodien, jede auf eine andere Weise komponiert, jede eine Geschichte erzählend, meint Caliri. Eine Einladung an alle, sich diesem musikalischen Fluss anzuvertrauen.

Domenico Caliri: Jazziah. Bearbeitung der Musik von Georg Friedrich Händel

Camerata Bern
Attilio Cremonesi, Leitung
Vokalensemble ardent
Carine Tinney, Sopran
Chiara Schönfeld, Vocals
Benedikt Kristjánsson, Tenor
Gianluigi Trovesi, Klarinette/Saxofon
Domenico Caliri, Elektrische Gitarre
Bodek Janke, Perkussion

Konzert vom 20. Mai 2018, Französische Kirche, Bern

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Gabriela Kaegi