Klang- und anschlagsreich: Klaviermusik, mit und ohne Schlagzeug

Das Klavier ist eigentlich ein Schlaginstrument. Béla Bartók hat uns das erstmals so richtig mit seiner Musik bewusst gemacht. Und in seiner phänomenalen Sonate das Schlagzeug gleich mitgeliefert.

In Bartóks Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug gehen die verschiedenen, aber eben doch auch ähnlichen Instrumente eine geniale Partnerschaft ein. Vermögen doch beide, Klavier und Schlagwerk, so viel mehr als nur simples (An)schlagen!
Wie reich die klanglichen und rhythmischen Varianten sind, zeigen in diesem Konzert aus der Kirche Blumenstein auch die Werke von Maurice Ravel, die ursprünglich für grosses Orchester geschrieben sind, aber auch in der «abgespeckten» Version für sich einnehmen (dann auch für zwei Klaviere allein, ohne Schlagwerk).
Und geradezu ironisch angesichts der klanglichen Möglichkeiten mutet Claude Debussys Titel an für sein Stück: Schwarzweiss, «en blanc et noir».

Claude Debussy: En Blanc et Noir für zwei Klaviere
Maurice Ravel: La Valse. Fassung für zwei Klaviere
Maurice Ravel: Rapsodie Espagnole. Fassung für zwei Klaviere und Schlagzeug
Béla Bartók: Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug

Yuka Oechslin, Klavier
Anton Kernjak, Klavier
Matthias Würsch, Schlagzeug
Michael Meinen, Schlagzeug

Konzert vom 21. Januar 2018, Kirche Blumenstein (Jahreszeiten-Konzerte Blumenstein)

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Corinne Holtz