Lili Boulanger, früh verstorbene, hochbegabte Komponistin

Farbenreich und intensiv in Atmosphäre und Stimmungen: So klingt die Musik der Französin Lili Boulanger.

Diesen März sind es 100 Jahre her, seit die hochbegabte Musikerin im Alter von nur 24 Jahren verstarb. Die jüngere Schwester von Nadia Boulanger beschäftigte sich mit Inbrunst in allen Momenten, in denen es ihre angeschlagene Gesundheit erlaubte, mit der Musik.
Nur wenige Werke hat Lili Boulanger hinterlassen, darunter zwei Orchesterstücke, die ihren intensiven Zugang zur Musik aufzeigen: «Dun matin de printemps» und «Dun soir triste» aus dem Jahr 1918.
Im Konzert in London bekamen diese beiden Stücke Gesellschaft von zwei weiteren klangmächtigen Werken: Von Mahlers 4. Sinfonie und einem Stück von Betsy Jolas, der heute 91-jährigen Grande Dame der französischen Musik. Für ihre «Histoires vraies» hat das BBC Symphony Orchestra zwei namhafte Solisten eingeladen: Den Trompeter Hakan Hardenberger und den Pianisten Roger Muraro.

Lili Boulanger: Dun matin de printemps
Lili Boulanger: Dun soir triste
Betsy Jolas: «Histoires vraies» für Klavier, Trompete und Orchester
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4

BBC Symphony Orchestra
John Storgards, Leitung
Roger Muraro, Klavier
Hakan Hardenberger, Trompete
Susanna Hurrell, Sopran

Konzert vom 3. November 2017, Barbican Hall, London

Das Konzert steht bis 30 Tage nach Sendedatum zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Gabriela Kaegi