Märchenhaft! Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel

Was kann noch nach Wagners monumentalen Opern kommen? Engelbert Humperdinck fand die Antwort ausgerechnet bei einem Spaziergang mit Cosima Wagner. Und komponierte den Märchen-Opernklassiker schlechthin.

Sihouette einer Person mit einem Stock in der Hand, die vor einer Hexe steht.
Bildlegende: Engelbert Humperdinck komponierte den Märchen-Opernklassiker schlechthin. SRF/Karin Dickel-Jonasch

Generationen von Kindern dürften durch Humperdincks «Hänsel und Gretel» zum ersten Mal in einem Opernhaus gewesen oder mit dem berühmten «Abendsegen» im Ohr eingeschlummert sein. Engelbert Humperdinck durfte zwar in Richard Wagners «Parsifal» für die Uraufführung ein paar Takte nachkomponieren, doch wirklich zu Hause fühlte er sich in der musikalischen «Kleinmalerei nach Art der Niederländer», wie er selbst charakterisierte. Will heissen: Alltägliche Szenerien, fein gezeichnet.

Für die musikalische Zeichnung dieser Aufführung ist der Wagner-Spezialist Christian Thielemann verantwortlich, auf dessen ausdrücklichen Wunsch die Wiener Staatsoper Humperdincks Oper in den Spielplan aufgenommen hat.

Orchester und Chor der Wiener Staatsoper
Christian Thielemann, Leitung
Adrian Eröd, Bariton (Vater)
Janina Baechle, Mezzosopran (Mutter)
Daniela Sindram, Mezzosopran (Hänsel)
Ileana Tonca, Sopran (Gretel)
Michaela Schuster, Mezzosopran (Knusperhexe)
Annika Gerhards, Sopran (Sandmann, Taumann)

Aufführung vom 19. November 2015, Staatsoper Wien

Redaktion: Mariel Kreis