Messiaens Vision einer Wüstenlandschaft

200 Jahre US-amerikanische Unabhängigkeit: Das war der Aufhänger. Geschaffen hat Olivier Messiaen dazu etwas ganz Eigenes: Die musikalische Vision einer Wüstenlandschaft.

Symbol auf Blau
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Zur Inspiration verbrachte Olivier Messiaen zusammen mit seiner Frau Yvonne Loriod 1972 zwei Wochen in südwest-amerikanischen Nationalparks: Bryce Canyon, Cedar Breaks und Zion Park.

Von den «grossartigsten und schönsten Wundern der Erde» mit ihren (beim Komponisten nicht wegzudenkenden) Vogelstimmen und anderen Naturstimmungen spannt Messiaen einen zwölfsätzigen Orchesterbogen, der weniger Naturmalerei ist, sondern eine neue Art sakraler Musik: plastisch und klanglich opulent, modern und virtuos und spirituell zugleich.

Olivier Messiaen: «Des canyons aux étoiles» für
Klavier, Horn, Xylorimba, Glockenspiel und Orchester

Ensemble intercontemporain
Ensemble der Lucerne Festival Alumni
Matthias Pintscher, Dirigent
Hidéki Nagano, Klavier
Jean-Christophe Vervoitte, Horn
Victor Hanna, Xylorimba
Samuel Favre, Glockenspiel

Konzert vom 23. März 2018, KKL Luzern (Lucerne Festival zu Ostern)

Redaktion: Norbert Graf