Musikkollegium Winterthur mit Martinu und Bach

Zwei ganz unterschiedliche mythische Helden stellt das gemeinsame Konzert des Musikkollegiums Winterthur und des Gemischten Chors Zürich in den Mittelpunkt.

Freundschaft, Liebe und Tod: Das waren die Themen, die der Komponist Bohuslav Martinu im babylonischen Gilgamesch-Epos dargestellt fand. Er konzentriert sich in seinem Oratorium vor allem auf die Freundschaft zwischen König Gilgamesch und dem Jäger Enkidu. Als dieser stirbt, versucht ihn Gilgamesch (vergeblich) von den Toten zurückzuholen.

Im zweiten Teil des Konzerts ein anderer antiker Held: Herkules. Für ihn geht es in der Kantate von Johann Sebastian Bach um den richtigen Lebensweg, nämlich um die Wahl zwischen kurzlebig-leichtem Vergnügen und mühsam-pflichtbewusster Tugend. Natürlich wählt Herkules die Tugend; dass aber die Figur der Wollust den eigentlichen musikalischen Hit von Bachs Dramma per musica hat, ist ein anderes Kapitel.

Bohuslav Martinu: Das Gilgamesch-Epos. Oratorium
Johann Sebastian Bach: Herkules auf dem Scheidewege. Dramma per musica BWV 213

Musikkollegium Winterthur
Der Gemischte Chor Zürich
Joachim Krause, Leitung
Sophie Klussmann, Sopran
Jan Thomer, Altus
James Elliott, Tenor
Detlef Roth, Bariton
Tobias Schabel, Bass
Roberto Bargellini, Sprecher

Konzert vom 29. November 2014, Stadthaus Winterthur

Redaktion: Mariel Kreis